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KPN verringert Verlust

21.05.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der niederländische Carrier KPN hat heute seine Bilanz für das erste Quartal des laufenden Geschäftsjahres vorgelegt. Darin weist das Unternehmen einen Nettoverlust von 348 Millionen Euro aus nach 539 Millionen Euro im Vorjahr. Das Ergebnis wird belastet durch eine Abschreibung von 477 Millionen Euro aus der Beteiligung an KPNQwest und 63 Millionen auf den Verkauf der Sparte Network Construction; gemildert durch einen außergewöhnlichen Zugewinn aus dem Verkauf des Anteils am ungarischen Mobilfunk-Carrier Pannon. Ohne diese beläuft sich der Proforma-Verlust auf 225 Millionen Euro nach 400 Millionen Euro im Vorjahresquartal.

Beim operativen EBIT-Gewinn vor Zinsen und Steuern stehen aktuell 337 Millionen Euro zu Buche nach einem Verlust von 46 Millionen Euro im ersten Quartal 2001. Merklich zulegen konnte KPN auch beim EBITDA-Ergebnis (vor Zinsen, Steuern und Firmenwertabschreibungen), das von 795 Millionen Euro auf 1,06 Milliarden Euro stieg. Die Umsätze wuchsen im Jahresvergleich von 2,96 auf 3,26 Milliarden Euro.

KPN teilte ferner mit, es habe seine bisherige Kreditlinie von 2,5 Milliarden Euro gegen eine neue mit 1,75 Milliarden Euro getauscht. Das geringere Volumen sei Ausdruck der verbesserten Cash-Position (im abgeschlossenen Quartal erzielte das Unternehmen nach eigenen Angaben einen positiven Cash-Flow von 550 Millionen Euro nach minus 369 Millionen Euro im Berichtszeitraum des Vorjahres). Für das laufende Quartal erwarten die Niederländer ein geringes Umsatzwachstum, ein mindestens zwölfprozentiges EBITDA-Plus, wenigstens 750 Millionen Euro positiven Cash-Flow und einen weiteren Abbau der Schuldenlast zum Jahresende auf 14,5 Milliarden Euro. Aktuell steht KPN nach eigenen Angaben mit netto 15,4 Milliarden Euro in der Kreide. (tc)