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KPN schreibt 7,5 Milliarden Euro Miese

18.03.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der hochverschuldete TK-Konzern KPN hat für sein Geschäftsjahr 2001 einen Nettoverlust von 7,5 Milliarden Euro oder 5,88 Euro je Aktie ausgewiesen. Dabei handele es sich um das größte Defizit, das ein niederländisches Unternehmen jemals erwirtschaftet habe, hatte KPN bereits im Vorfeld gewarnt (Computerwoche online berichtete). Der Grund für das hohe Minus ist vor allem eine Milliardenabschreibung auf die deutsche Mobilfunktochter E-Plus, die KPN Ende Januar vollständig übernommen hatte. Ohne außergewöhnliche Belastungen belief sich der Verlust auf "nur" 1,4 Milliarden Euro (Vorjahr: minus 626 Millionen Euro). Im Geschäftsjahr 2000 hatte der Carrier noch ein Plus von 1,9 Milliarden Euro oder 1,90 Euro pro Anteilschein erwirtschaftet. Der Umsatz des Unternehmens

sank im Jahresvergleich um 4,8 Prozent auf 12,9 Milliarden Euro.

Im laufenden Geschäftsjahr rechnet KPN mit einem Umsatzwachstum im einstelligen Prozentbereich, während das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) zweistellig zulegen soll. Die Schulden, die sich zum Ende des vergangenen Jahres noch auf 15,7 Milliarden Euro beliefen, sollen bis zum Jahresende auf 14,9 Milliarden Euro reduziert werden. (ka)