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KPN handelt Steuer-Coup aus

19.02.2004

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Freude beim niederländischen TK-Konzern KPN: Die Mutter des deutschen Mobilfunkunternehmens E-Plus kann durch einen Deal mit den holländischen Finanzbehörden ihr Nettoergebnis 2003 um 1,08 Milliarden Euro steigern. Möglich wurde die Nachbesserung, weil KPN Mobile aushandeln konnte, dass E-Plus steuerlich als deutscher Geschäftszweig betrachtet und damit ein Verlustvortrag von 11,5 Milliarden Euro angerechnet wird. Sollte der derzeit noch defizitäre deutsche Mobilfunker künftig Gewinne schreiben oder bei einem Verkauf einen Buchgewinn erzielen, würden nachträglich Steuern fällig. KPN rechnet damit, dass für den Konzern sowie KPN Mobile vor 2006 keine Steuerzahlungen anfallen. (pg)