Testen Sie Ihr IT-Wissen

Kostenloser Test zum IT Service Professional

Hans Königes ist Ressortleiter Jobs & Karriere und damit zuständig für alle Themen rund um Arbeitsmarkt, Jobs, Berufe, Gehälter, Personalmanagement, Recruiting, Social Media im Berufsleben. Zusätzlich betreut das Karriereressort inhaltlich das Karrierezentrum auf der Cebit.
Mit der Online-Prüfung zum IT Service Professional, zusammengestellt vom erfahrenen IT Berater Wolfgang Georg von Acuroc, können sich ab sofort Interessenten in diesem weiten Themengebiet kostenlos testen lassen.

"Certified by Professionals" oder kurz CeLS heißen neue Zertifikate, die IT-Experten für Experten entwickeln. Geprüft werden online und kostenlos alle für ein IT-Berufsbild wichtigen Fähigkeiten, Fachkenntnisse, Methoden und Soft Skills. Ganz wichtig dabei: Die Testinhalte liefern IT-Fachleute. Für die bisherigen CeLS-Zertifizierungen konnten erfahrene Profis ihres Fachs gewonnen werden, die gerne ihr Wissen mit der Community teilen möchten.

Zielgruppe der Zertifikate sind IT-Fachleute - festangestellt und freiberuflich, die ihre projektbezogenen Fähigkeiten inklusive der Soft Skills mit einem Zertifikat nachweisen möchten, um so ihre Chancen am Arbeitsmarkt zu verbessern. Für jedes Berufsbild existieren insgesamt drei Tests für Einsteiger und Fortgeschrittene. Der neue Standard ist als herstellerunabhängiger Test gedacht und soll sich nicht mit den etablierten Herstellern, die meist ihre eigenen Produkte punktuell zertifizieren, messen.

Das Zertifikat zum IT Service Professional

Die Testfragen zum IT Service Professional hat Wolfgang Georg entwickelt. Georg, studierter Betriebswirt, ist Principal Consultant bei Acuroc, und hat in Leitungsfunktionen in der IT und im Qualitätsmanagement gearbeitet. Weitere Schwerpunkte in den letzten Jahren waren Projekte im Bereich der IT-Strategie und Organizational Change-Projekte. In einem CW-Interview erläutert er, für wen sich die Zertifizierung zum IT Service Professional lohnt.

Computerwoche: Wer ist die Zielgruppe dieses Zertifikats?

Wolfgang Georg: Zielgruppe der Zertifizierung sind Menschen in der IT oder mit IT-Hintergrund, die eine Fach- oder Führungslaufbahn im Bereich des IT-Service-Managements anstreben, und auch solche Personen, die schon länger in diesem Bereich im Berufsleben stehen, sich weiterentwickeln wollen, oder aber auch einfach ihre in der Praxis erworbenen Kenntnisse durch eine Zertifizierung nachweisen und durch einen Best Practices Background ergänzen wollen. Eine weitere Zielgruppe sind Menschen, die als externe Berater in diesem Thema schon tätig sind oder zukünftig tätig sein wollen.

Wolfgang Georg, Acuroc: "Der IT-Service-Professional unterstützt IT-Organisationen als externer oder interner Mitarbeiter bei der Konzeption, Implementierung und Optimierung von Best Practices im IT-Service Management auf operativem, taktischen und strategischem Level mit dem Ziel, die Wettbewerbsfähigkeit der IT-Organisation und des Unternehmens nachhaltig zu verbessern."
Wolfgang Georg, Acuroc: "Der IT-Service-Professional unterstützt IT-Organisationen als externer oder interner Mitarbeiter bei der Konzeption, Implementierung und Optimierung von Best Practices im IT-Service Management auf operativem, taktischen und strategischem Level mit dem Ziel, die Wettbewerbsfähigkeit der IT-Organisation und des Unternehmens nachhaltig zu verbessern."
Foto: Acuroc

Computerwoche: Welche Voraussetzungen sollte man mitbringen?

Wolfgang Georg: Voraussetzungen sind bezüglich Hardskills:

Musts (für Themen auf eher operativem Level)

  • - Einige Jahre praktische Berufserfahrung in einer IT-Service-Management Organisation

Shoulds (für Themen auf eher operativem und taktischem Level)

- Eine Ausbildung im IT-Bereich

- Technisches Hintergrundwissen in dem Bereich, in dem man tätig ist (zum Beispiel IT-Infrastruktur oder auch Cient Management)

- Eine gewisse (nicht zu tief gehende) technische Affinität

Nice to have (für Themen auf eher taktischem und strategischem Level)

- Ein Studium im Bereich der Informatik, Wirtschaftsinformatik oder auch Betriebswirtschaft (für jemanden, der im ITSM das Thema Financial Management of IT hat, ist sicher ein betriebswirtschaftliches Studium mit Schwerpunkt Controlling ein erhebliches Plus)

- Ein Studium erleichtert auch die Argumentation mit anderen Managern von Fachbereichen und Fachkompetenzfeldern

Softskills

- Analytisches, logisches, strukturiertes Vorgehen

- Denken in Systemen und Prozessen

- Ziel- und Kundenorientiertes Denken und Handeln

- Teamfähigkeit einerseits als Mitglied andererseits als Team Lead lokaler, regionaler, nationaler und globaler, physischer und virtueller Teams sowohl in Linien- als auch Matrix-Organisationen

- Die Fähigkeit, auf Menschen zuzugehen und Menschen in Aufgaben und Projekte zu integrieren

- Hohe Kommunikationsfähigkeit sowie die Kompetenz, komplexe Fachthemen und Sachverhalte Mitarbeitern aus anderen Fachabteilungen sowie dem Senior Management gegenüber verständlich darzustellen

- Präsentations- und Moderationsfähigkeiten

Computerwoche: Vor allem was das technische Grundwissen angeht, wäre es interessant zu wissen, wie tief die Kenntnisse sein müssen? Ob eine gewisse Ausbildung Voraussetzung ist?

Wolfgang Georg: Die konkrete Ausrichtung hängt sehr stark davon ab, in welchem Themenbereich des IT-Service Managements derjenige arbeitet und auch auf welchem Level dieser unterwegs ist. Ein Mitarbeiter, der operativ im IT Operations im Server Management unterwegs ist, benötigt sicher neben den Methoden und Prozesskenntnissen, die im Rahmen der Zertifizierung abgefragt werden, auch ein sehr tiefgehendes technisches Wissen. Für jemanden, der im Bereich Service Level Management tätig ist, ist ein guter betriebswirtschaftlicher Background nach meiner Erfahrung genauso relevant wie ein guter Überblick über die Services, welche die IT liefern kann. Eine Person, deren Aufgabe es ist, eine Strategie zu entwickeln, beispielsweise für einen IT-Service-Provider für die nächsten fünf Jahre, sollte Kenntnis der aktuellen und technischen Trends über diesen Planungszeitraum haben, aber auch einen guten Überblick über den Markt sowie gute betriebswirtschaftliche Kenntnisse.

Computerwoche: Was wird im Test alles abgefragt? Was ist Ihnen aufgrund Ihrer Erfahrung besonders wichtig gewesen, abzufragen?

Wolfgang Georg: Wir haben uns bei der Gestaltung des Fragebogens an Best Practices wie ITIL orientiert. Es geht also um Fragestellungen auf Basis von ITIL in den Themenbereichen Service Strategie, Service Design, Service Transition und Service Operations. Die Fragen beziehen sich auf Methoden, organisatorische Themen und Prozesse, Nomenklatur und ähnliches. An einigen Punkten wird auch auf technische Themen und Trends eingegangen. Da dieser Bereich aber sehr schnelllebig ist, ist er entsprechend nicht tief ausgeprägt.

Computerwoche: Was sind das für Funktionen/Rollen, Einsatzfelder, die in Frage kommen und wie sehen Karrieremöglichkeiten aus?

Wolfgang Georg: Der IT-Service-Professional unterstützt IT-Organisationen als externer oder interner Mitarbeiter bei der Konzeption, Implementierung und Optimierung von Best Practices im IT-Service Management auf operativem, taktischen und strategischem Level mit dem Ziel, die Wettbewerbsfähigkeit der IT-Organisation und des Unternehmens nachhaltig zu verbessern. Weiterentwicklungsmöglichkeiten für interne Mitarbeiter gibt es in internen Funktionen auf Fach- und Führungsebene. Für externe Mitarbeiter bietet sich die Laufbahn des Beraters an.