Telekom-Chef

Kooperieren nicht mit ausländischen Geheimdiensten

08.07.2013
Die Deutsche Telekom gibt nach Angaben ihres Vorstandschefs René Obermann keine Telefon- oder Internetdaten an ausländische Nachrichtendienste weiter.
Telekom-Chef René Obermann bestreitet eine Zusammenarbeit mit ausländischen Geheimdiensten.
Telekom-Chef René Obermann bestreitet eine Zusammenarbeit mit ausländischen Geheimdiensten.
Foto: Telekom

An den Geheimdienstprojekten der USA ("Prism") und Großbritanniens ("Tempora") habe man "sicher nicht" mitgewirkt. "Wir kooperieren nicht mit ausländischen Geheimdiensten", sagte Obermann am Wochenende dem Deutschlandfunk. Mit deutschen Nachrichtendiensten kooperiere man dagegen im Rahmen der gesetzlichen Grundlagen. "Wenn es hier entsprechende Rechtsgrundlagen gibt und die gegeben sind, dann müssen wir und sollten wir auch kooperieren. Aber auf der Grundlage von Recht und Gesetz", erklärte er.

Einen Zugriff auf das transatlantische Unterwasser-Datenkabel "TAT-14" auf deutschem Boden schloss Obermann aus. "TAT-14" war durch die Berichterstattung über das britische Überwachungsprogramm in den Fokus der Öffentlichkeit geraten. Es wird von einem internationalen Konsortium betrieben, an dem auch die Telekoom beteiligt ist. "TAT-14" ist eine der transatlantischen Hochgeschwindigkeits-Datenstrecken. (dpa/tc)