TeamQuest

Cloud-Performance

Kontrolle muss sein

Holger Eriksdotter ist freier Journalist in Hamburg.
Dass Service Level Agreements (SLA) mit dem Cloud-Provider zu den wichtigsten Vertragsbestandteilen gehört, ist weithin unbestritten und gängige Praxis. Dennoch sollten sich Cloud-Kunden nicht allein darauf verlassen, sondern sowohl das Performance Management beim Cloud-Anbieter prüfen, als auch eigene Kontrollmechanismen installieren.

Im Zentrum der Planung von IT-Infrastruktur steht immer die Frage, welche Ausstattung wirklich nötig ist, um alle Applikationen mit hinreichend Performance auszustatten, ohne über das Ziel hinauszuschießen und unnötige Überkapazitäten anzuhäufen. Zuviel Infrastruktur verursacht zusätzliche Kosten, zu wenig oder falsch eingesetzte Hardware kann zu Performance-Engpässen bis hin zu Systemausfällen führen.

Der wichtigste Schlüssel für das „Right Sizing“ der Infrastruktur ist Kapazitäts- und Performance-Management. Aber ebenso wie die Ausstattung der eigenen IT darauf angelegt sein sollte, die Kapazitäts- und Performance-Anforderungen abzudecken, sollten solche Erwägungen auch beim Einstieg ins Cloud Computing nicht außer Acht gelassen werden.

Denn mit der Vereinbarung von SLAs allein ist der Cloud-Kunde noch lange nicht auf der sicheren Seite. Lediglich die Verantwortung verlagert sich von der Planung der eigenen IT-Landschaft auf die Seite des Providers. Und wenn dort etwas schief geht und die Applikationen nicht mehr laufen, helfen auch keine SLAs. „Wenn man von den Vorteilen des Cloud Computing profitieren will, ist die akribische Planung der Performance-Anforderungen unbedingte Voraussetzung“, sagt Ron Potter, Best Practice Manager bei Teamquest und ausgewiesener Experte für Performance-Management.

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