Tipps für unverstandene Entwickler
Kompliziert denken, einfach sprechen
CW: Was macht einen guten Softwareentwickler aus?
RITTERSHAUS: Erstens das IT-Fachwissen - darin sind die meisten exzellent. Zweitens die Fähigkeit, die Bedürfnisse der externen oder internen Kunden zu verstehen - auch das können viele Entwickler gut. Drittens kommt es darauf an, komplexe technische Themen so darzustellen, dass auch fachfremde Gesprächspartner sie begreifen. Hier können sich manche Entwickler noch verbessern.
CW: Zunächst einmal sind sie also kommunikationsgestört?

RITTERSHAUS: Nein, überhaupt nicht. Untereinander verstehen sie sich ausgezeichnet. Sie müssen sich nur daran gewöhnen, im richtigen Moment von ihrer Fachsprache ins Allgemeinverständliche zu wechseln. Dabei hilft die Frage: Was verstehe ich selbst, wie versteht es auch der andere? Wie bei einem Arzt: Unter Kollegen ist das Medizinchinesisch nützlich, aber die Patienten würde es verunsichern.
CW: Gibt`s da viele hoffnungslose Fälle?
RITTERSHAUS: Praktisch gar keine. Man kann nicht aus jedem einen Obama machen. Aber jeder, der kompliziert denken kann, kann auch für andere vereinfachen, wenn man ihm ein paar Tricks zeigt.
CW: Zum Beispiel?
RITTERSHAUS: Missverständnisse entstehen, weil keiner in den Kopf des anderen hineingucken kann. Damit man nicht aneinander vorbeiredet, empfiehlt sich eine verständliche Grafik oder eine Flipchart-Zeichnung. Dann hat man etwas Gemeinsames, worauf man schaut.
Jetzt Newsletter bestellen und einen Hotel-Gutschein gewinnen!
