Freitagsgerücht

Kommt RIM doch unter den Hammer?

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
Er sorgt außerdem ziemlich rund um die Uhr bei Twitter dafür, dass niemand Weltbewegendes verpasst, treibt sich auch sonst im Social Web herum (auch wieder bei Facebook) und bloggt auf teezeh.de. Apple-affin, bei Smartphones polymorph-pervers.
Erneut sind Gerüchte aufgetaucht, der angeschlagene Blackberry-Anbieter Research in Motion (RIM) stehe zum Verkauf.
Das RIM Playbook - bis jetzt leider ein Ladenhüter.
Das RIM Playbook - bis jetzt leider ein Ladenhüter.
Foto: RIM

Der Aktienkurs des kanadischen Unternehmens stieg deswegen gestern um rund fünf Prozent, wie "All Things Digital" berichtet. Befeuert hatte dies unter anderem ein Bericht von Fox Business News, RIM habe Goldman Sachs angeheuert, um seine strategische Optionen auszuloten. Ob dieses Mal mehr dran ist als bei früheren Kolportagen, weiß Autor John Paczkowski auch nicht und verweist auf einen früheren Artikel mit der Aussage, RIM sei halt kein Übernahmekandidat, wenn niemand es haben wolle.

"AllThingsD" zitiert dann noch den Morningstar-Analysten Michael Holt wie folgt: "Es gibt eine Reihe von Hindernissen, die eine Übernahme von RIM unwahrscheinlich machen. Aus unserer Sicht sollte RIM unbedingt alle Optionen nutzen angesichts der ernsten Probleme, vor denen die Firma steht. Es weist aber nichts darauf hin, dass der RIM-Verwaltungsrat derzeit offen für Angebote ist."

RIM mit seinen Email-Smartphones hatte bis vor einigen Jahren den Markt für Unternehmens-Handys beherrscht. Mit dem Erscheinen des Apple iPhone und später von Android-Smartphones mit ihren großen Touchscreens gerieten die Kanadier aber immer weiter aufs Abstellgleis. Auch ihr Versuch, mit dem "Playbook" im boomenden Tablet-Markt zu punkten, ging nach hinten los.