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Können Consors und Comdirect miteinander?

01.10.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Vertreter der Direktbanken Consors und Comdirect haben offenbar erneut Gespräche zu einer Kooperation aufgenommen. Am vergangenen Mittwoch sollen sich nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" hochrangige Manager beider Häuser in der Frankfurter Zentrale der Comdirect-Mutter Commerzbank getroffen haben. Zu ihnen gehörte Karl Gerhard Schmidt, der Chef der Schmidt Bank, die 65 Prozent an Consors hält. Da Consors durch teure Callcenter und IT-Abteilungen hohe Kosten anfallen und aufgrund der derzeitigen Börsenmüdigkeit der Anleger kaum Erträge hereinkommen, will die Schmidt Bank durch eine Zusammenarbeit mit Comdirect ihre Fixkosten senken. Auch im Ausland, wo beide Online-Broker hohe Verluste einfahren, seien Kooperationen denkbar, hieß es weiter.

Aufgrund der sich zuspitzenden Lage im Bereich Online-Wertpapierhandel hatte Consors im Juli bereits Entlassungen vorgenommen; Comdirect führte eine August Kurzarbeit ein (Computerwoche online berichtete).