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Kodak will bis zu 15.000 Stellen streichen

22.01.2004

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Grausame Folgen hat der angekündigte Schwenk von Eastman Kodak in Richtung Digitaltechnik (Computerwoche.de berichtete) für die Belegschaft: Bis Ende 2006 will das Unternehmen bis zu 21 Prozent seiner Belegschaft abbauen - das "Wall Street Journal" nennt 12.000 bis 15.000 Arbeitsplätze - und dafür 1,3 bis 1,7 Milliarden Dollar abschreiben. Kodak hofft, auf diese Weise jährlich 800 Millionen bis eine Milliarde Dollar Kosten zu sparen.

Kodaks angestammtes Geschäft mit Film und traditioneller Fotografie war im vergangenen Jahr bereits stark rückläufig. Das Unternehmen ist der Ansicht, es müsse sich drastisch in Richtung digitaler Technik restrukturieren - dort sind allerdings die Gewinnmargen deutlich geringer.

Kodak hatte die Fotografie im Jahr 1888 (!) mit Einführung der "Kodak Camera" für jedermann zugänglich gemacht und das folgende Jahrhundert weitgehend dominiert. Die digitale "Bedrohung" hat die Firma seit längerem erkannt und sich neue Geschäftsfelder erschlossen, beispielsweise das Gesundheitswesen, wo sie erfolgreich mit digitalen Bildern agiert. Im vergangenen September kündigte Kodak dann einen "Masterplan" für den Umbau in Richtung digitaler Technik an. Seinerzeit erklärte das Unternehmen zwar, dieser werde Arbeitsplätze kosten, ging dabei aber nicht ins Detail. (tc)