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Kodak: Microsoft, IBM und HP haben nichts zu befürchten

05.10.2004

Nachdem gestern bekannt geworden war, dass Sun Microsystems aufgrund einer umstrittenen Patentklage von Kodak womöglich mehr als eine Milliarde Dollar zahlen muss (Computerwoche.de berichtete), vermuteten Beobachter und Analysten zunächst weitreichende Folgen für die gesamte IT-Branche.

Diese sind aber offenbar nicht zu erwarten. Denn viele andere Branchenschwergewichte, darunter Microsoft, IBM und Hewlett-Packard (HP), haben die von Kodak eingeklagte Technik für die Interaktion zwischen Applikationen in Lizenz genommen, wie der Fotokonzern mit Sitz in Rochester, New York, gestern bestätigte.

Sun wiederum vertritt die Ansicht, Java verstoße nicht gegen die von Kodak zusammen mit Wangs Imaging-Sparte im Jahr 1997 für 260 Millionen Dollar übernommenen Patente, und hält diese für grundsätzlich unwirksam. Es kündigte für die weitere Verhandlung, in der das Strafmaß festgesetzt werden soll, eine "energische" Verteidigung an. Der Prozess soll am Donnerstag dieser Woche weitergehen. (tc)