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Kodak lagert Digicam-Produktion an Flextronics aus

02.08.2006
Eastman Kodak kämpft beim Umbau zu einem Anbieter digitaler Produkte weiter mit erheblichen Schwierigkeiten.

Der Foto-Pionier (er brachte 1888 seine erste Kamera auf den Markt) wird daher künftig seine Digitalkameras nicht mehr selbst bauen, sondern dies - wie auch einen Teil der Entwicklung - dem Auftragsfertiger Flextronics International überlassen. Vermarkten will es die Digicams aber weiterhin unter eigenem Namen.

Für sein Ende Juni abgeschlossenes zweites Quartal wie Kodak einen Verlust von 282 Millionen Dollar oder 98 Cent pro Aktie aus nach einem Fehlbetrag von 155 Millionen Dollar oder 54 Cent je Anteilschein im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Das aktuelle Ergebnis enthält Restrukturierungskosten von 246 Millionen Dollar, ein Jahr zuvor waren es 339 Millionen Dollar gewesen.

Kodaks Quartalumsatz ging im Jahresvergleich um 8,8 Prozent auf 3,36 Milliarden Dollar zurück. Im designierten Wachstumsfeld digitale Kameras und Drucker fielen die Erlöse um sechs Prozent, bei analogen Filmen sogar um 22 Prozent. Die Filmsparte, traditionell ein Cash Cow, meldete einen Einbruch von 41 Prozent beim Vorsteuergewinn (dazu trugen auch gestiegene Silberpreise und Wertberichtigungen bei).

Den Anlegern gefielen die Zahlen gar nicht. Zum Fixing an der NYSE fiel die Kodak-Aktie gestern um 14 Prozent auf 19,20 Dollar. Sie notierte damit erstmals seit 1981 wieder unter 20 Dollar.

Kodak will noch mehr Stellen streichen als geplant. Ursprünglich sollten dem auf vier Jahre angesetzten Umbau des Unternehmens 25.000 Arbeitsplätze zum Opfer fallen, nun werden es wohl 27.000. Dafür sollen insgesamt bis zu 3,4 Milliarden Dollar abgeschrieben werden. (tc)