Fotopionier

Kodak droht Ausschluss von der Börse

04.01.2012
Für den angeschlagenen Fotopionier Kodak wird die Lage immer brenzliger.
Kodak verdient derzeit immerhin mit seinen Inkjet-Druckern Geld...
Kodak verdient derzeit immerhin mit seinen Inkjet-Druckern Geld...
Foto: Kodak

Dem US-Konzern, der unter dem Wandel von der analogen zur digitalen Fotografie leidet, droht der Ausschluss von der New Yorker Börse. Grund ist, dass der Aktienkurs infolge der finanziellen Probleme auf unter 1 Dollar eingebrochen ist. Der Börsenbetreiber NYSE duldet derartige "Penny Stocks" nur für begrenzte Zeit.

Kodak erklärte, von der NYSE am Dienstag über den möglichen Rauswurf informiert worden zu sein. Der Fotokonzern hat nun sechs Monate Zeit, sich wieder zu berappeln, ansonsten muss sich Kodak nach alternativen Handelsplätzen umsehen. Das dürfte weitere Anleger verprellen.

Viele Investoren sind bereits geflüchtet. Zuletzt hatte die Kodak-Aktie am 7. Dezember über der 1-Dollar-Marke geschlossen. Am Dienstag beendete sie den Handel bei 0,655 Dollar. Vor einem Jahr war Kodak noch fast zehnmal soviel wert. Es folgten hohe Verluste und die Barbestände schmolzen rasant dahin.

Die Eastman Kodak Company, wie das Unternehmen vollständig heißt war früher einer der bedeutendsten Fotokonzerne der Welt und scheffelte vor allem mit Kleinbild-Filmen jede Menge Geld. Der Markt ist jedoch mit dem Aufkommen der Digitalkameras zusammengebrochen, überdies sah sich Kodak plötzlich neuen Wettbewerbern aus der Unterhaltungselektronik-Branche gegenüber. Bei Kodak kamen in den vergangenen Wochen wiederholt Insolvenzgerüchte auf. (dpa/tc)