Know-how-Transfer fuer Paralleltechnik Parsytec geht Kooperation mit dem russischen Staat ein
HANNOVER (CW) - Die Russische Foederation hat auf der CeBIT '94 mit der Aachener Parallelrechner-Schmiede Parsytec ein wissenschaftlich-technologisches Abkommen geschlossen. Vereinbart wurde neben einem Know-how-Austausch und der Bildung von Expertengruppen auch die partnerschaftliche Vermarktung von Projektergebnissen aus der gemeinsamen Hard- und Software- Entwicklung.
Den Nutzen fuer sein Land sieht der stellvertretende Minister fuer Wissenschaft und technische Politik der Russischen Foederation A. Kusmizkii in erster Linie im Tausch von russischem Personal-Know- how gegen das Marketing-Koennen der Deutschen. Im Bereich Algorithmik sowie bei der Entwicklung von VLSI-Prozessoren halten russische Forschungsgruppen eine Spitzenposition.
Sowohl Nordrhein-Westfalens Wirtschaftsminister Guenther Einert als auch Kusmizkii stellten heraus, dass es bereits gute Erfahrungen in der Zusammenarbeit deutscher und russischer IT-Spezialisten im mathematischen Bereich. Einert wertet die jetzt geschlossene Kooperation als einen wichtigen Erfolg der NRW-High-Tech- Industrie.
Der Minister glaubt, dass die Paralleltechnik die herkoemmlichen Einprozessor-Supercomputer bereits in einigen Jahren abloesen wird. Derzeit betraegt der Umsatz im Parallelrechnermarkt insgesamt rund 200 Millionen Dollar - bei jaehrlichen Wachstumsraten von 20 bis 30 Prozent.
