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Kluft zwischen Männern und Frauen in Sachen Internet-Nutzung wird größer

25.02.2004

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Eine Sonderauswertung des "(N)Onliner Atlas 2003", der von der Initiative D21 und dem Marktforschungsinstitut TMS Emnid erstellt wurde, hat ergeben, dass die Internet-Akzeptanz bei Männern schneller zunimmt als bei Frauen. Laut dem Verein "Frauen geben Technik neue Impulse e.V." waren im vergangenen Jahr 59 Prozent der männlichen Bevölkerung in Deutschland online, dagegen nur 42 Prozent der Frauen. Damit hat sich im Vergleich zum vorangegangenen Jahr 2002 die Kluft von 14 auf 17 Prozentpunkte erhöht. 2002 nutzten 49 Prozent der Männer und 35 Prozent der Frauen das Internet. Für den jährlich herauskommenden Onliner-Atlas hatten die Marktforscher von TMS Emnid rund 30 000 Personen in Deutschland über deren Online-Nutzung befragt.

Die höchste Frauenrate, was die Internet-Nutzung betrifft, kann Hessen mit 48 Prozent aufweisen. Knapp dahinter folgt Schleswig-Holstein mit 47 Prozent. Schlusslicht bilden Bremen und Mecklenburg-Vorpommern, wo lediglich 36 Prozent der weiblichen Bevölkerung online sind. Die größte geschlechterspezifische Kluft ist in Hamburg zu beobachten. 69 Prozent männlichen Internet-Nutzern stehen 41 Prozent weibliche gegenüber. Laut der Studie wächst die Internet-Akzeptanz mit einem höheren Bildungsniveau. Allerdings zeigen sich deutliche Unterschiede, wenn man verschiedene Altersgruppen betrachtet. So ist der geschlechterspezifische Unterschied in der Gruppe der über 60-jährigen mit Abitur oder Hochschulabschluss groß. 44 Prozent der Männer nutzen das Internet, aber nur 24 Prozent der Frauen. Dagegen liegt die Online-Rate in der Gruppe der Schüler bei beiden Geschlechtern mit 83 Prozent (Schülerinnen) und 85 Prozent (Schüler) in etwa auf

einem gleich hohen Niveau. (ba)