Klick für Klick die Karriere planen

19.02.2004
Von Gabriele Müller
Information und Beratung stehen hier ganz oben: Das Kompetenzzentrum IT-Bildungsnetzwerke (Kibnet), ein gemeinsames Projekt des Branchenverbands Bitkom und der Gewerkschaft IG Metall, hat sich die Vernetzung der Akteure in der IT-Aus- und Weiterbildung zum Ziel gesetzt. Gerade an den Start gegangen ist das jüngste Projekt: "Karriereplanung online".

In wenigen Wochen steht für Andrea Tillmann die IHK-Prüfung als IT-Systemkauffrau an. Das wird für die 21-Jährige, die ihre Ausbildung bei dem Kölner Systemintegrator NK Networks & Services absolviert, nicht nur ein Abschluss ihrer dreijährigen Ausbildungszeit sein. Sie überlegt, wie es für sie beruflich weitergehen kann. Soll sie ein Studium beginnen oder sich lieber im Unternehmen auf bestimmte Arbeitsgebiete weiter spezialisieren?

Mit ihrer Ausbildung an der Schnittstelle von Wirtschaft und Technik hat Tillmann aus beiden Bereichen Wissen erworben. Jetzt steht für die junge Frau fest: "Ich möchte mich am liebsten technisch noch weiter qualifizieren. Mich reizt Support oder Netzplanung", sagt sie selbstbewusst. Dazu bietet ihr das Ausbildungsunternehmen, ein mittelständischer IT-Dienstleister rund um Netzwerke, gute Chancen.

Also doch eine betriebliche Karriere? Welche Möglichkeiten hat sie? Um diese Fragen zu beantworten, muss Tillmann jetzt nicht mehr lange fahnden. Auf www.kib-net.de, der Website des Kompetenzzentrums IT-Bildungsnetzwerke (Kibnet), wird seit kurzer Zeit für IT-Fachkräfte und Quereinsteiger eine Karriereplanung online angeboten. Diese nimmt den Nutzern einen großen Teil der mühsamen und aufwändigen Recherche ab und leitet sie zielgerichtet, schnell und einfach.

Transparentere Fortbildung

"Junge Leute sind für uns nicht die einzige wichtige Zielgruppe", sagt Stephan Pfisterer, Projektleiter Kibnet in Berlin. "Wir versuchen, alle Interessierten über die IT-Aus- und Weiterbildung zu informieren." Aber dieses Thema ist eben auch komplex - und nicht nur für Berufsanfänger oder Young Professionals, sondern auch für Personalprofis oder Bildungsberater. "Der Wissensbedarf ist deshalb so groß, weil die dynamische technische Entwicklung immer wieder neue Anforderungen an das Wissen und die Qualifikation der Beschäftigten stellt", so Pfisterer.

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