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Kleine Preise für flache Bildschirme

03.04.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die schicken flachen Monitore mit Flüssigkristallanzeige (liquid crystal display = LCD) haben in vielen Büros Einzug gehalten. Dank besserer Produktionsverfahren sind die Preise ständig gesunken. Auch große Bildschirme mit Diagonalen von 28 bis 32 Zoll werden billiger.

Derzeit liefern sich die Hersteller der Displays einen harten Kampf um Marktanteile und investieren hohe Summen in neue Fertigungsstätten. Die Analysten von Display Research gehen davon aus, dass die Produktionskapazität bis 2006 um jährlich mehr als 40 Prozent steigen wird. Daraus errechnen sie einen Preisverfall von bis zu 70 Prozent für TV-Geräte. Kostete in den USA Mitte 2002 ein flacher Fernseher mit einer Diagonale von 28 bis 32 Zoll noch rund 5350 Dollar, so dürfte er im Sommer 2004 für etwa 1625 Dollar zu haben sein. Derzeit verlangt Sharp in den USA für einen flachen 20-Zoll-Fernseher 1800 Dollar, während ein herkömmliches TV-Gerät mit 25-Zoll-Bildschirm für 200 Dollar zu haben ist.

Damit diese Preisdifferenz rasch kleiner wird, verstärken die LCD-Hersteller den Output ihrer Fabriken. So hat die südkoreanische Samsung Electronics Co. angekündigt, für 960 Millionen Dollar eine weitere Produktionsstätte für Bildschirme auf Basis der Thin-Film-Transistor (TFT-)Technik zu erstellen, die die bestehende Kapazität um 60 Prozent erhöhen wird. Erst im vergangenen September wurde eine ähnliche Anlage eingeweiht. Mitbwerber LG.Philips LCD Co., ein holländisch-koreanisches Joint Venture, hat kürzlich mit der Produktion in seiner zweiten Fertigungsstätte für Produkte der nächsten Generation von LCDs begonnen. Auch die japanische NEC Corp. verkündete Pläne zum Bau einer Produktionsanlage in Schanghai. Kostenpunkt der Fabrik, die in

Kooperation mit einem chinesischen Hersteller gebaut wird: 715 Millionen Dollar. Auch in Taiwan und anderen Tigerstaaten wird kräftig in die LCD-Technik investiert. (kk)