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KfW poliert Kreditprogramm für Gründer auf

27.09.2007
Von pte pte
Die KfW Mittelstandsbank vereinfacht ihre Förderinstrumente für Gründer und kleine Unternehmen. Zum 1. Januar 2008 sollen die beiden Kreditprogramme "StartGeld" und "Mikro-Darlehen" in einem neuen Produkt, dem "KfW-StartGeld" zusammengefasst werden. Der Schritt diene dazu, mehr Transparenz in diesem Produktsegment zu erreichen, heißt es heute, Mittwoch, in einer Aussendung. Erst zum Jahresbeginn hatte die KfW Mittelstandsbank die Zinsen in den beiden Programmen um rund 30 Prozent gesenkt.

Gleichzeitig sollen neue Akzente gesetzt werden, um die Finanzierungsbedingungen von Gründern und kleinen Unternehmen zu verbessern. So wird etwa Anfang 2008 das Abwicklungsverfahren zwischen KfW und Hausbank vereinfacht. Das neue "KfW-Startgeld" bietet einen Höchstbetrag von 50.000 Euro bei einer Laufzeit von fünf bis zehn Jahren und ein bis zwei tilgungsfreien Anlaufjahren. Die Antragsstellung ist von der Gründung bis zu einem Unternehmensalter von drei Jahren - aber auch im Nebenerwerb, der mittelfristig auf den Vollerwerb ausgerichtet ist - möglich. Bei mehreren Gründern eröffnet das Programm die Möglichkeit, den Höchstbetrag pro Gründer in Anspruch zu nehmen.

Die Erneuerungen im Kleinkreditsegment gehören zu der zu Beginn dieses Jahres ins Leben gerufenen KfW-Initiative "Kleiner Mittelstand". Im vergangenen Jahr förderte die KfW Mittelstandsbank den Mittelstand mit rund 22 Mrd. Euro. Allein an Gründer wurden 2006 rund 15.000 Kredite mit einem Gesamtvolumen von 2,2 Mrd. Euro vergeben. "Im vergangenen Jahr haben in Deutschland 1,1 Mio. Gründer den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt. Unsere Volkswirtschaft ist dringend auf sie angewiesen", sagt Ingrid Matthäus-Maier, Sprecherin des Vorstands der KfW-Bankengruppe. "Damit gute Ideen und der Mut zum Unternehmertum nicht vorzeitig ausgebremst werden, setzen wir uns besonders für Gründer und den Mittelstand ein", so Matthäus-Maier.

Dementsprechend ist die Stimmung unter den Gründern relativ gut, wie Bertram Dressel, Präsident des ADT - Bundesverbands deutscher Innovations-, Technologie- und Gründerzentren http://www.adt-online.de , im pressetext-Gespräch betont. "Die Finanzierung hat sich - nicht zuletzt durch den Hightech-Gründerfonds der Bundesregierung - in den vergangenen Jahren verbessert", sagt Dressel. Allerdings würden gerade im Technologiebereich vor allem schnell wachsende Startups finanziert. "Sehr im Argen liegt dagegen die Finanzierung durch Eigenkapital", so Dressel. Hier sei steuerrechtlich Verbesserungsbedarf vorhanden, so Dressels Appell an die Bundesregierung. In den 200 Innovationszentren, die im Bundesverband ADT organisiert sind, wurden in den vergangenen Jahren rund 16.000 erfolgreiche Unternehmensgründungen unterstützt. Dadurch konnten 150.000 Arbeitsplätze geschaffen werden. Die Erfolgschancen der Gründer liegen dank der Unterstützung durch die Gründerzentren bei 90 Prozent. (pte)