Sony-Chef

Keine Garantie für Sicherheit im Netz

18.05.2011
Nach dem massiven Datendiebstahl bei Sony sieht Konzernchef Howard Stringer trotz verbesserter Sicherheits-Maßnahmen keine Garantie für die Zukunft.

Die Verbesserung der Sicherheit sei ein endloser Prozess, er wisse nicht, ob überhaupt irgendjemand "zu 100 Prozent sicher" sei, sagte Stringer in einem Interview mit dem "Wall Street Journal" am Dienstag.

Sony-Chef Howard Stringer
Sony-Chef Howard Stringer
Foto: Sony

Der zuständige Sony-Manager Kazuo Hirai betonte zugleich: "Wir haben alles Mögliche und Vernünftige getan, um sicherzugehen, dass das System vor einem Angriff geschützt ist." Selbst wenn ein Angreifer hinter die "Sicherheitsmauern" gelangen könne, gebe es zusätzliche Schutzmechanismen, die ihn daran hindern würden, sich Zugang zu Sonys Daten zu verschaffen.

Bisher unbekannte Angreifer waren Mitte April in Sonys Server eingedrungen und Zugriff auf die Informationen von mehr als 100 Millionen Nutzern von Online-Diensten des japanischen Konzerns bekommen. Darunter waren auch mehr als zwölf Millionen Kreditkarten-Datensätze, obwohl immer noch unklar ist, ob sie tatsächlich entwendet wurden. Sony betont jedenfalls, dass bisher keine Missbrauchsfälle bekanntgeworden seien.

Nach wochenlangen Arbeiten fährt Sony seit dem Wochenende die Online-Dienste wie das PlayStation Network für Konsolenspieler und den Musik- und Filmdienst Qriocity wieder hoch. In Japan allerdings wollen die Behörden zunächst noch mehr über die neuen Sicherheitsmaßnahmen erfahren. (dpa/tc)