Oracle

Keine Abzocke mit In-Memory-Option für 12c

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Oracle hat Vorwürfe dementiert, es liefere seine neue Datenbank "12c" mit standardmäßig aktiver "In-Memory-Option" aus.

Diese potenzielle Kunden-Kostenfalle wollte der frühere Oracle-Architect Kevin Closson entdeckt haben und sorgte damit für einiges Rauschen im IT-Blätterwald. Die Oracle-Produkt-Managerin Maria Colgan hat Clossons Vorwurf in einem Blogpost vom späten Montag (Ortszeit) nun dementiert.

inmemory_size sei standardmäßig auf 0 gesetzt und die Option damit nicht aktiv, sagt Oracle.
inmemory_size sei standardmäßig auf 0 gesetzt und die Option damit nicht aktiv, sagt Oracle.
Foto: Oracle

Die In-Memory-Option sei nicht standardmäßig eingeschaltet, betont Colgan, und beschreibt im Folgenden detailliert die Schritte, die für die Aktivierung nötig sind. Ferner betont die Oracle-Frau, dass es sich bei der Erweiterung nicht um einen Aufsatz handele, sondern dass die Technik als neue Komponente der Shared Global Area (SGA) nahtlos in den Datenbank-Kern integriert sei.

Closson, der inzwischen für EMC arbeitet, hat seinen ursprünglichen Blogpost mittlerweile mehrfach erweitert und ist immer noch irgendwie der Ansicht, er habe recht. Allerdings nicht damit, dass Oracle versuche, seine Kunden abzuzocken - es handele sich einfach um einen Bug.