Kein Mini ohne höhere Programmiersprache

10.02.1978

MÜNCHEN (uk) - Die Zeiten, in denen bei Minicomputern die Software auf das Allernotwendigste wie Assembler, Editor oder Loader beschränkt war, sind endgültig vorbei: Heute gibt es (außer den klassischen Prozeßrechner-Anbietern) kaum noch einen Mini-Hersteller, der nicht höhere Programmiersprachen sowohl für kommerzielle als auch für technisch-wissenschaftliche Anwendungen liefern kann. So haben alle 24 Firmen in der nachfolgenden CW-Übersicht einen Fortran-Compiler anzubieten und 20 die Basic-Sprache. Für kommerzielle Applikationen wird von 13 Herstellern ein Cobol-Compiler, neunmal RPG II und sogar dreimal PL/I offeriert. Die angebotenen Compiler sind allerdings von sehr unterschiedlicher Qualität: Viele sind nur stark eingeschränkte Versionen der Standard-Sprachen, die zwar mit weitaus weniger Speicherplatz auskommen als auf Großrechnern, aber dafür auch weitaus weniger leistungsfähig sind.