Keep it simple - mit dem R9 von Willcom

14.12.2006
Der japanische Netzbetreiber und Handyhersteller Willcom scheint gerne gegen den Strom zu schwimmen, denn während die meisten Firmen so viel technische Raffinessen wie möglich in ihre Handys stecken, bietet Willcom das R9 an. Ein Gerät, das außer Telefonie und gut aussehen nicht viel kann.

Neue Handys zeichnen sich vor allem durch ein Merkmal aus: sie können mehr und werden dabei immer handlicher und kompakter. Der japanische Netzbetreiber und Handyproduzent Willcom scheint das anders zu sehen, denn der jüngste Spross namens R9 bietet außer Telefonie und schlichtem Design nicht viel. Ein mit Sicherheit absichtlich platzierter Gegentrend, der mit geschicktem Marketing aufgehen kann.

Mit den Maßen von 124x40x11,5 mm ist der R9-Barren zwar kein Winzling, wiegt dafür aber lediglich 67 Gramm. Kein Wunder, denn an Technik hat Willcom gespart: Kamera, Mediaplayer und somit auch einen Slot zur Speichererweiterung sucht man vergebens. Dafür ist es möglich, mit dem R9 problemlos im Netz zu surfen, denn dank EDGE und einem NetFront-Browser können Internetseiten auf dem zwei Inch großen QVGA-Display und einer Farbbreite von 262.144 Farben komfortabel und mit einer Geschwindigkeit von 204 Kb/s dargestellt werden. Auffällig ist der leistungsstarke Akku, der nach gerade mal dreistündiger Ladezeit stolze 21 Tage im Standby-Betrieb und 5,5 Stunden Dauergespräch durchhält. Im Telefonbuch können 700 Kontakte mit jeweils drei Telefonnummern und drei Adresseinträgen abgelegt werden und der Platz für gespeicherte E-Mails ist mit 500 Stück ordentlich bemessen. Ein paar kleine Fun-Features hat sich Willcom aber doch nicht nehmen lassen: so laufen die Sekunden bei der im Display angezeigten Uhr langsam runter und auf der Rückseite blinkt das W-Logo bei eingehenden Anrufen und Nachrichten.

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