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Keane-CEO tritt aufgrund von Mitarbeitervorwürfen ab

11.05.2006
Brian Keane ist als President und CEO des Bostoner Outsourcing-Dienstleisters Keane Inc. zurückgetreten. Grund sind "Vorwürfe von Mitarbeitern im Zusammenhang mit Herrn Keanes persönlichem Verhalten".

Worum es dabei konkret geht, ist nicht bekannt. Die für die Krisen-PR angeheuerte Regan Communications Group erklärte lediglich, es gebe keinerlei strafrechtliche Ermittlungen oder Anklagen gegen den bisherigen Firmenchef. Brian Keane stand seit 1999 and der Firmenspitze. Er hatte den Chefsessel von seinem Vater übernommen, der die Firma 1965 gegründet hatte und heute deren Verwaltungsrat vorsitzt.

Seine finanzielle und operationale Performance sehe Keane Inc. durch den Rücktritt in keiner Weise gefährdet, berichtet "Computerwire". Brian Keene selbst bezeichnete die Vorwürfe in einer Stellungnahme als "falsch und vollkommen haltlos". Mit seinem Rücktritt wolle er Schaden vom Unternehmen abwenden. Keane junior will sich auf der Hauptversammlung nächste Woche nicht wieder zur Wahl für das Board stellen, der Firma aber bis Ende kommenden Jahres beratend zur Seite stehen.

Für diese Übergangsphase wurde bereits ein dreiköpfiges Office of the President etabliert. Diesem gehören Richard Garnick, President of North American Services and Global Business Lines, Personalchef Russell Campanello sowie Finanzchef John Leahy an. Leahy wird überdies interimsweise als President und CEO agieren, bis ein Nachfolger für Brian Keane gefunden ist. (tc)