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Kaum Interesse an polnischen UMTS-Lizenzen

04.12.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Für seine fünf zu vergebenden UMTS-Mobilfunklizenzen konnte der polnische Staat lediglich drei interne Bewerber gewinnen. Dazu gehören die Telekomunikacja-Polska-Tochter Centertel, an der France Télécom beteiligt ist, der Carrier Polska Telefonia Cyfrowa, an der die Deutsche Telekom Anteile hält, sowie der TK-Konzern Polkomtel, zu dessen Investoren Vodafone und Tele-Danmark zählen. Am Samstag war die spanische Telefónica kurz vor Bewerbungsschluss aus dem UMTS-Wettbewerb ausgestiegen. Polen hatte gehofft, fünf Lizenzen zu jeweils 650 Millionen Euro vergeben zu können. Ob das geringe Interesse nun Auswirkungen auf den Verkaufspreis hat, ist noch unklar.

Auch in Westeuropa hat die Euphorie um die Mobilfunklizenzen der dritten Generation teilweise nachgelassen: Italien nahm im Oktober nur etwa die Hälfte der ursprünglich geplanten Summe ein, die Schweiz hat ihre Lizenzvergabe im vergangenen Monat aufgrund der geringen Nachfrage erst einmal verschoben.