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Katrina bläst Backup-Dienstleistern Wind in die Segel

02.09.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Natur- oder Terrorkatastrophen kurbeln für gewöhnlich die Nachfrage nach Sicherheitsmaßnahmen an. So war es nach dem 11. September 2001, und so ist es auch in diesen Tagen: Wenigstens für die Anbieter von Online-Backup-Services hat der Hurrikan Katrina seine positiven Seiten; mit den Wassermassen im Mississippi-Delta steigt die Nachfrage nach ihren Dienstleistungen, so der Nachrichtendienst C-Net News.Com.

"Wegen des Desasters in New Orleans erleben wir einen Aufwärtstrend im ganzen Land", bestätigt Raghu Kulkarni, Sprecher des Unternehmens Pro-Softnet aus Woodland Hills, Kalifornien, das einen Service mit Namen "I-Backup" anbietet. Viele Unternehmen aus der vom Hochwasser betroffenen Gegend sind jetzt gezwungen, auf ihre extern gespeicherten Backup-Daten zuzugreifen, um ihre Systeme wieder zum Laufen zu bringen. So verzeichnet beispielsweise eVault, ein Dienstleister mit Sitz im kalifornischen Emeryville, eine hohe Nachfrage nach Restaurierungsservices.

Andere Anwenderunternehmen aus dem Katastrophengebiet versuchen, zu retten, was zu retten ist: Sie beauftragen Unternehmen wie LiveVault damit, ihre Daten an einem sicheren Ort abzulegen, um später neu starten zu können, berichtet Bob Cramer, Chief Executive des in Marlborough, Massachusetts, ansässigen Server-Backup-Spezialisten. Etwa 100 seiner Kunden seien von dem Hurrikan und dem anschließenden Hochwasser heimgesucht worden. (qua)