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Kasparow und Deep Junior trennen sich unentschieden

10.02.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Nach dem Remis in der fünften Partie gegen das in Israel mit großmeisterlicher Hilfe entwickelte Schachprogramm "Deep Junior" erreichte der laut Weltrangliste weltbeste Schachspieler Garry Kasparow auch in der letzten und nun doch nicht wirklich entscheidenden sechsten Partie gegen den Computer "nur" ein weiteres Unentschieden. Der gebürtige Aserbaidschaner spielte mit schwarzen Steinen zunächst die sizilianische Verteidigung. Im 23. Zug opferte Kasparow seinen Turm gegen einen Läufer und zwei Bauern und bot gleichzeitig das Remis an, obwohl er sich aus Sicht vieler Experten in aussichtsreicherer Position befand als Deep Junior.

Letzten Endes hat sich das einwöchige Spektakel für das Schachgenie auf jeden Fall gelohnt - er geht ohne blamable Niederlage wie 1997 gegen IBMs Spezialrechner "Deep Blue" und mit 500.000 Dollar Start- sowie 250.000 Dollar Preisgeld nach Hause. (tc)