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Kartellverfahren: Anklage fährt schärfere Geschütze auf

03.12.1999

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Im laufenden Kartellverfahren gegen Microsoft hat die Anklage, das US-Justizministerium und 19 Bundesstaaten, nun die Investment-Bank Greenhill & Co. engagiert, um in den Vermittlungsgesprächen zu beraten. Offiziell heißt es, die Consultants sollen dabei helfen, die finanziellen Aspekte aller potentiellen Lösungen für den Konflikt USA gegen Microsoft zu analysieren. Das Justizministerium wollte keine weiteren Details bekanntgeben, bemerkte jedoch, daß dieser Schritt keinesfalls Indiz für den möglichen Ausgang der derzeit geführten Vermittlungsgespräche sei. Der Rat der Finanzexperten sei generell hilfreich - egal ob der Softwarekonzern aufgeteilt werde oder nicht. Erwartet wird nun, daß Greenhill & Co. mögliche Lösungsszenarien vorschlagen wird, auch für den Fall, daß der Prozeß nicht außergerichtlich beigelegt werden kann

oder Microsoft verlieren sollte.