"Deutsches Hulu"

Kartellamt verbietet Videoplattform deutscher Privatsender

18.03.2011
Das Bundeskartellamt hat die geplante Online-Videoplattform der privaten TV-Konzerne ProSiebenSat1 und RTL endgültig untersagt.
Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamts
Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamts
Foto: Bundeskartellamt

Die Sendergruppen hätten in ihren jüngsten Stellungnahmen die wettbewerblichen Bedenken der Behörde nicht ausräumen können, teilte die Behörde am Freitag in Bonn mit. Die Unternehmen hätten sich nicht bereit gezeigt, an der geplanten Konzeption des Vorhabens grundlegende Änderungen vorzunehmen.

Eine weitergehende Öffnung der Plattform in technischer Hinsicht sowie für andere Anbieter sei nicht angeboten worden. "Die Gründung der gemeinsamen Plattform würde das marktbeherrschende Duopol der beiden Sendergruppen auf dem Markt für Fernsehwerbung weiter stärken", sagte Bundeskartellamtspräsident Andreas Mundt.

RTL und P7S1 sind verständlicherweise wenig erfreut über die Entscheidung. Einer Meldung von "wiwo.de" zufolge erwägen sie nun eine Klage gegen das Kartellamt.