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Kartellamt als Spielverderber im Bücher-Monopoly

02.06.1999

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) – Die US-Kartellaufsichtsbehörde Federal Trade Commission (FTC) hat sich gegen die geplante Übernahme des Buchdistributors Ingram durch den Großbuchhandel Barnes & Noble ausgesprochen. Die New Yorker Firma hatte Ingram im vergangenen November ein Kaufangebot von 600 Millionen Dollar unterbreitet. Die FTC befürchtet durch die Fusion eine Benachteiligung der unabhängigen Buchhändler, die hauptsächlich bei Ingram kaufen, und des Online-Buchhändlers Amazon.com, dem Hauptkonkurrenten von Barnes & Noble im Online-Bereich. Die FTC will notfalls gerichtlich gegen den geplanten Merger vorgehen. Zu den Gegnern der Fusion zählen ferner die unabhängigen Buchhändler, die Vereinigung der amerikanischen Buchhändler (American Booksellers Association) sowie die Autoreninitiative Author´s Guild.