Ratgeber Karriere

Tipps für die Karriere

Karriereratgeber 2016 - Sarah Schäfer, PROMATIS Software GmbH

03.11.2016
Vom 3. bis 16. November 2016 beantwortet Sarah Schäfer die Fragen von karriereorientierten CW-Lesern und solchen, die Tipps für ihren beruflichen Werdegang wünschen.

Sarah Schäfer ist Personalreferentin bei der PROMATIS Software GmbH und verantwortet auch für die Niederlassungen in Österreich und in der Schweiz das gesamte Recruiting-Geschäft. Die studierte Diplomsozialwissenschaftlerin mit Schwerpunkt Kommunikation und Personal-Marketing versucht nicht nur Millennials und Nachwuchskräfte auf dem Markt zu finden, sondern sie hat auch den Anspruch die Mitarbeiter weiterzubilden, um sie langfristig an die Firma zu binden.

Sarah Schäfer ist Personalreferentin der PROMATIS Software GmbH.
Sarah Schäfer ist Personalreferentin der PROMATIS Software GmbH.
Foto: Promatis Software GmbH

PROMATIS arbeitet seit über 20 Jahren im Projektgeschäft und hat vor allem den gehobenen Mittelstand als Kunden, aber auch global tätige Großunternehmen sowie stark expandierende Unternehmen. Schäfer hat die Erfahrung gemacht, dass man Millennials nicht mit Geld oder einem Firmenwagen locken kann, sondern mit einer angenehmen Arbeitsatmosphäre und einer ausgewogenen Work-Life-Balance. Der Sinn des Arbeitens sei für sie nicht die Beschaffung von Besitz oder Reichtum, sondern "wertvoller Lebensinhalt, mit dem man sich identifizieren kann."

Stellen Sie Ihre Fragen an Sarah Schäfer einfach unterhalb dieses Beitrags über unsere Disqus-Kommentarfunktion. Sie werden dann zeitnah beantwortet. (hk)

 

Sarah Schäfer

Liebe Frau Schöne,

vielen Dank für Ihr Interesse. Gerne kann ich Ihnen meine Sicht auf diese Situation aufzeigen.

Sicherlich ist es für den Bewerbungsprozess und auch für den potentiellen neuen Arbeitgeber sinnvoll und auch wertvoll, so viele Informationen zu Ihnen und Ihrem Können zu erhalten. Dazu zählt auch ein angemessenes Arbeits- bzw. Zwischenzeugnis. Letztendlich ist dies aber nur ein Stück Papier und es kann einem keine Einzelheiten zu ihren täglichen Arbeitsaufgaben, Kenntnissen zu Technologien oder sozialen Kompetenzen geben - das erfährt man nur in einem persönlichen Gespräch.
Ich würde Ihnen also raten, wenn Sie Ihrem Chef Ihren Wechselwunsch nicht gleich auf die Nase binden möchten, bewerben Sie sich mit einer aussagekräftigen Bewerbung, die ein umfassendes Bild von Ihnen als wertvollen neuen Mitarbeiter gepaart mit ihren Kenntnissen aufzeigt. So finden Sie sicherlich bald eine passende neue Stelle.

Bezüglich zu nennenden Referenzen kann ich Ihnen nur sagen, dass mir das sehr selten begegnet. Oft, wie Sie sagen, fügen dies Bewerber aus dem angloamerikanischen Raum bei. Ich kenne dies im deutschsprachigen Raum am ehesten noch von Universitäten. Ich kann auch hier wieder nur von mir sprechen, aber ich ich habe noch nie eine genannte Referenz kontaktiert. Denn man weiß nie, wie hier das Arbeitsverhältnis zu Ende ging und ob der Bewerber objektiv bewertet wird. Tendenziell würde ich alle Informationen, die Sie als potentiellen neuen Mitarbeiter beschreiben, in die Bewerbungsmappe einfügen.

Ich hoffe ich konnte Ihre Fragen beantworten. Gerne können wir dies auch in einem persönlichen Gespräch ausbauen. Meine Kontaktdaten finden Sie hier: http://www.promatis.de/karrier...

Beste Grüße
Sarah Schäfer

Franziska Schöne

Liebe Frau Schäfer, danke für diese Möglichkeit.
Ich befinde mich im Moment in einem unbefristeten Angestelltenverhältnis, möchte mich aber demnächst anderweitig bewerben. Das Problem: Ich verfüge über kein Arbeitszeugnis meiner aktuellen Stelle, welches aber vermutlich bei potentiellen Stellenausschreibungen gefordert wird.

Wenn ich meinen aktuellen Arbeitgeber un ein solches Zeugnis bitte, stoße ich ihn mit der Nase darauf, dass ich ihm demnächst den Rücken kehre, was ich vermeiden will, zumal ich mir auch so viel Zeit wie nötig geben will, um die perfekte Stelle zu finden.

Wie kann ich dieses Dilemma lösen?

Zudem interessiert mich, was aktuell am Aribeitsmarkt in Sachen Zeugnisse, Referenzen etc. des aktuellen Arbeitgebers erwartet wird. Ist z.B. das Angeben von Referenzen schon obligatrisch, wie im Anglo-Amerkanischen Raum? Auch das ist in meiner Situation ja heikel, sprich, mein aktueller Chef wäre nicht erfreut, wenn er aus dem Blauen heraus von potentiellen neuen Arbeitgebern seiner angestellten angerufen wird...
Vielen Dank!

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