Ratgeber Karriere

Karriere in der Beratung

Karriereratgeber 2016 – Sarah Böning, MHP

Johannes Königes ist freier Autor in München.
Vom 28. Januar bis 10. Februar 2016 beantwortet Sarah Böning, Personalexpertin von der Porsche-Tochtergesellschaft MHP, Fragen zu Karriereaussichten im Mittelstand – und zwar wie immer im Online-Karriereforum der CW.
Sarah Böning ist Personalerin bei MHP.
Sarah Böning ist Personalerin bei MHP.
Foto: MHP

Die Betriebswirtin Böning arbeitet seit zehn Jahren in der Personalabteilung der Management- und IT-Beratung MHP und hat in dieser Zeit eine Vielzahl von Interviews mit Kandidaten geführt und auch eingestellt. Mittlerweile beschäftigt das Unternehmen 1400 Mitarbeiter an Standorten in Deutschland, der Schweiz, den USA, China, Rumänien und - ab Februar - in England.

"Aktuell erleben wir eine extrem spannende Phase", sagt Sarah Böning. "Denn die Digitalisierung der Wirtschaft führt dazu, dass die Anzahl der Jobs im IT-Umfeld nochmals dramatisch zunimmt. Und gleichzeitig ändern sich die Anforderungsprofile erheblich: Kreativität und Business-Denken sind gefragter denn je." Was das für Informatik-Absolventen bedeutet und weshalb nun auch Schiffsbauingenieure über einen Karriere als IT-Consultant nachdenken sollten, diskutiert Sarah Böning gerne in den nächsten zwei Wochen mit den Leserinnen und Lesern der Computerwoche.

 

Sarah Böning

Liebe Computerwoche-Leser,

vorweg erstmal 1000 DANK – ich habe mich sehr gefreut, dass Sie in den letzten Tagen so aktiv waren und sich den Karriere-Ratgeber der Computerwoche zu Nutze gemacht haben. Ich war im Vorfeld sehr neugierig auf Ihre Fragen und kann nun sagen, dass es mir wirklich Freude bereitet hat, diese zu beantworten. Toll, dass ein so spannender Austausch entstanden ist. Vielleicht kommen auch im Lauf des Tages heute noch weitere Fragen oder Kommentare...

Ich hoffe, ich konnte Ihnen ein paar „Inisghts“ geben und biete Ihnen gerne an, weiter mit uns in Kontakt zu bleiben.

Zum zukünftigen Networking können Sie mich gerne bei Xing und/ oder LinkedIn kontakten:
https://www.xing.com/profile/S...
https://de.linkedin.com/in/sar...

Darüber hinaus können Sie auch gerne den „heißen Draht“ unserer Bewerber-Hotline nutzen: Tel. +49 (0)7141 7856-1600

In diesem Sinne vielleicht bis bald – ich würde mich freuen!

Beste Grüße via Computerwoche,
Sarah Böning

Sarah Böning

Sehr geehrter Herr Beck,

wie Sie Ihre Situation beschreiben habe ich den Eindruck, dass Sie sich an einem „Gabelweg“ sehen, entweder eine fachlich orientierte Karriere einzuschlagen oder eher eine vertriebs- und/ oder personalorientierte. Ich empfehle Ihnen dabei, in sich hinein zu hören und sich selbst zu fragen, was Sie schlichtweg besser können und wofür Sie – und das ist in meinen Augen der entscheidende Punkt – mehr Leidenschaft hegen. Zudem sollten Sie auch reflektieren, wie Kollegen und Ihr Vorgesetzter Sie wahrnehmen und einschätzen. Wenn Sie diese Überlegungen machen werden Sie, so vermute ich, relativ schnell merken, welcher Weg der bessere für Sie ist.

Ihre genannte Gehaltsangabe ist schwer professionell zu beurteilen oder zu kommentieren. Ob diese angemessen ist oder nicht hängt von vielen Umständen ab: Ihrer relevanten Berufserfahrung, Ihrem Bildungsabschluss, Ihren fachlichen „hot Skills“, ob sie in einer kleineren Firma arbeiten oder eher im Konzern, welche Verantwortungsspanne Sie tragen in Richtung Projekte & People, Ihrer Persönlichkeit, dem Peer Vergleich in der jeweiligen Abteilung, Ihrer Reisebereitschaft usw…

Entsprechend kann ich Ihre Aussage mit meiner Erfahrung weder grundlegend bestätigen noch ihr widersprechen. Anhand eines spezifischen Individualfalls könnte man die Situation sicher besser bewerten bzw. beurteilen. Ich hoffe, dass ich Sie bei Ihren Fragen dennoch unterstützen konnte. Gerne dürfen Sie via Xing auch nochmal direkt auf mich zukommen.

Mit freundlichen Grüßen zurück,
Sarah Böning

Jürgen Beck

Sehr geehrte Frau Böning,

ich arbeite seit ein paar Jahren als SAP BW-Berater und überlege aktuell in welche Richtung ich meine Karriere weiterentwickeln soll. Hierbei stellt sich für mich insb. die Frage, ob ich mich eher in eine fachliche Richtung (sei es technologisch oder fachlich) spezialisieren soll oder ob ich eine „klassische Karriere“ über Projektleitung und Personalverantwortung anstreben soll. Sicherlich nicht der einzige, aber eben auch ein Aspekt ist dabei das Gehalt.

Ich habe gelesen, dass die höheren Gehälter interessanterweise nicht an die Mitarbeiter der ersten Führungsebene (Projektleiter und Personalverantwortliche der ersten Ebene) gezahlt werden, sondern an Spezialisten in gefragten SAP-Gebieten. Wobei letztere bei voller Reisebereitschaft und inklusive variabler Gehaltsbestandteile Gehälter von jährlich 100.000-120.000 Euro erzielen sollen.

Deckt sich dies mit Ihren Erfahrungen?

Vielen Dank für Ihre Auskunft!

Mit freundlichen Grüßen
Jürgen Beck

Sarah Böning

Guten Morgen Herr Christian ;-)

ad-hoc würde ich vorschlagen, Ihre Fragen am Telefon zu klären – denn es gibt hier wirklich viel zu erzählen. Genau diese Aspekte sind im Bewerbungsgespräch oft die Themen Nummer.

Bei MHP gibt es im Consultingbereich insgesamt sieben Karrierelevels: vom Junior Consultant bis zum Partner. Beförderungen finden bei uns jährlich statt und basieren auf einem Raster mit klar definierten Rollen, Kompetenzen, Eigenschaften etc. eines jeden Levels. Darüber hinaus existieren aber auch gewisse informelle Abstufungen: z.B. die Kollegen, die gerade Senior Consultant wurden oder jene, die gerade auf dem Sprung zum wiederum nächsten Level des Managers sind.

Bei Ihnen als Hochschulabsolvent achten wir darauf, was Sie in Ihrem „Rucksack“ an relevanter Vorerfahrung mitbringen: Bachlor, Master, Auslandserfahrung, vorherige Ausbildung, Ihre Persönlichkeit als potenzielle Berater und vor allem mitentscheidend ist Ihre bisherige Praxiserfahrung. Daraus machen wir uns im Verlauf der Bewerbungsgespräche ein Bild und setzen Sie vor allem auch in den Vergleich zu unserem aktuell bestehenden Team. So entsteht auch ein „typisches“ Gehalt – eine konkrete Zahl jetzt zu benennen, würde ich an dieser Stelle als unprofessionell erachten. Es kommt immer auf die individuellen Umstände an. Im Übrigen spielt auch mit hinein, wann Sie im Unternehmen starten bzw. wann die nächsten Gehaltszyklen sind – dieser Faktor kann das Gehalt ebenso noch beeinflussen.

Bei uns besteht das Gehaltspaket bei Absolventen aus einem Fixum (12 Monatsgehälter) + zweierlei Arten von Boni: ein Auslastungsbonus, der die Leistung ggü. dem Kunden miteinschließt und ein sog. Excellence Bonus in Performance, der mehr die interne Performance berücksichtig (durch Feedbacks von Projektleitern, inwieweit Sie interne Prozesse unterstützen etc.). Der erste Bonus ist rein mathematisch, wohingegen der zweite Bonus im Ermessen des jeweiligen Vorgesetzen liegt. Darüber hinaus haben wir verschiedene Optionen, die wir im Kontext „Mobility“ anbieten können: Company Car, BahnCard oder ähnliches – auch hier kommt es wieder darauf an, wie man gerne reist und auch auf was man wert legt.

Hoffentlich konnte ich Ihre Fragen weitgehend beantworten – bei weiteren individuellen Fragen, können Sie mir gerne schreiben und ich rufe Sie auch gerne an. sarah.boening@mhp.com

Beste Grüße im Moment aus München,
Sarah Böning

Christian

Vielen Dank für Ihre sehr ausführliche Antwort.
Sie sprechen verschiedene Karrierelevel bei MHP an. Können Sie hierzu noch einen Einblick geben? Also welches Karrieremodel gibt es und wie kann eine Entwicklung innheralb dieses Karrieremodels aussehen?

Und ich weiß über das Gehalt spricht man in Deutschland eigentlich nicht aber was sind hier realistische Gedankenspiele eines Hochschulabsolventen?
Unterscheiden Sie Bachelor und Master Abschlüsse?
Und wie gestaltet sich ein typisches Gehalt bei MHP? (Schlagworte wie Fixgehalt, Prämien und sonstige Nebenleistungen).

Vielen Dank
Gruß Christian

Sarah Böning

Sehr geehrter Herr M.,

Ihre Voraussetzungen klingen sehr vielversprechend und ich empfehle Ihnen auf jeden Fall eine Bewerbung bei MHP!

Ihr Studium stattet Sie mit einem guten „Rucksack“ an Erfahrung aus. Dass Sie parallel viel Praxiserfahrung gesammelt haben, sehe ich als großen Pluspunkt.

Zudem ist Ihr SAP Background als Basis KnowHow sicherlich grundsätzlich sehr gut. Beispielsweise ermöglichen Ihnen diese Kenntnisse eine relativ schnelle Einarbeitung in technische Bereiche sowie den Transfer in Gebiete wie Java Entwicklung oder Embedded Systems.

Wichtig ist in meinen Augen nur, dass Sie im Anschreiben klar zum Ausdruck bringen, welche Tätigkeit Sie anstreben und Ihre Motivation darlegen, warum – auch wenn ein anderer Bereich von MHP ebenso gut oder vielleicht sogar besser zu Ihrem Profil passen würde. Erläutern Sie für uns nachvollziehbar, weshalb Sie welche Entscheidung getroffen haben und warum Sie der Meinung sind, dass die angestrebte Tätigkeit optimal zu Ihnen passt. Ihr Wunsch der Weiterentwicklung sollte dabei unbedingt auch zum Ausdruck kommen. Falls dies im Anschreiben nicht klar wird laufen Sie Gefahr, sozusagen direkt auf den „SAP-Stapel“ zu kommen.

Ich hoffe bis bald und freue mich auf Ihre Bewerbung ;-)

Viele Grüße zurück,
Sarah Böning

Anonym

Sehr geehrte Frau Böning,

aktuell bin ich kurz vor Abschluss meines Masterstudiums in Informatik. Während meines Studiums habe ich 4 Jahre lang als Entwickler im SAP-Bereich, neben dem Studium, gearbeitet. Nach meinem Studium würde ich gerne in einen anderen Technologiebereich(entweder im Bereich Embedded System oder der Java-Entwicklung) arbeiten. Ich habe die Befürchtung, dass meine einseitigen Erfahrungen ein Nachteil bei einer Bewerbung sein können. Einen Wechsel des Technologiebereichs während des Studium, konnte ich nicht vollziehen, weil ich einen für einen Studenten sehr hohen Stundenlohn bekommen habe und während des Studiums auf das Geld angewiesen war. Erfahrungen in meinen beiden Wunschbereichen habe ich allerdings durch Aufgaben im Studium gesammelt.

Wie schätzen Sie die Situation ein, kann meine bisherige einseitige Erfahrung von Nachteil sein?

Viele Grüße und vielen Dank
M.

Sarah Böning

Vielen Dank zunächst für Ihre Frage – ich gehe gerne näher
darauf ein.

...ich erinnere mich noch gut an die Zeit, in der uns kistenweise die Papier-Bewerbungen erreichten. Ich muss gestehen, diese Zeit vermisse ich weniger ;-)

Ich denke, mittlerweile ist wirklich alles online gesteuert – sei es durch clevere Bewerber-Management-Systeme oder zumindest durch die Kommunikation via eMail. Bei uns als Beratungsunternehmen sind die Ansprechpartner aus den Fachbereichen zudem sehr häufig „on the road“, weshalb eine Kommunikation per Papier nicht gerade von Vorteil ist. Noch dazu sind bei MHP als Digitalisierungsexperte digitale Prozesse natürlich ein „Muss“.

Manchmal erlebe ich es noch, dass Bewerber ihre Unterlagen zwar elektronisch einreichen, zum Face2Face Gespräch diese aber nochmal in Papierform mitbringen.

Ich kann – wie in einer der vorherigen Fragen angerissen – nur positiv zu Initiativbewerbungen aufrufen: positionieren Sie sich mit einer überzeugenden Idee! In einer Firma wie MHP, die weiter auf Wachstum getrimmt ist, kann dies ein optimaler Türenöffner sein. Viele Firmen verfolgen mittlerweile zudem den Trend, nicht mehr alles über klassische Stellenanzeigen zu bewerben und suchen viel mehr aktiv und über das eigene Netzwerk. So entwickeln Firmen eigene Pools an Talenten, die eine aktive Suche via Job-Posting gar nicht mehr in dem Maße nötig machen. Ich empfehle Ihnen daher, versuchen Sie es!

Viel Erfolg dabei…und schöne Grüße zurück,
Sarah Böning

Sarah Böning

Hallo Herr Joschka – hoffe es ist ok, wenn ich Sie so
anspreche…

ein erstes Telefon-Interview ist Ihre Chance, sich richtig zu positionieren und Sie sollten sich vorweg genau überlegen, für welches Thema bzw. Fachgebiet Sie sich interessieren.

Auch wenn Sie selbst noch keine spezifische Erfahrung gesammelt haben, sollten Sie sich Gedanken machen, was Sie besonders gut können und in welchen Bereichen Sie sich einbringen möchten. Dabei können auch Praxisbeispiele aus dem Studium helfen, die Sie als Beispiel im Telefonat anbringen. Oder gar Beispiele aus dem privaten oder ehrenamtlichen Umfeld – Hauptsache sie stehen in direktem Bezug zur angestrebten Tätigkeit.

Hilfreich ist auch, wenn Sie die Homepage des Unternehmens gut studieren und sich mit dem Portfolio der Company vertraut machen. Durch die Erwähnung einzelner Fach- oder Themenbereiche gelingt es Ihnen, dem Personaler Ideen zu geben, wo und wie Sie ideal eingesetzt werden könnten. Zusätzlich könnten Sie z.B. im Telefonat ein ähnliches Wording nutzen und so zeigen, dass Sie bereits eine Vorstellung davon haben, wie das Unternehmen „tickt“ und Sie sich gut mit der Unternehmenskultur identifizieren können.

Und wenn – meist zum Ende des Gesprächs – die Frage kommt, „habe Sie noch weitere Fragen?“, lohnt es sich, wenn Sie versuchen, sich von der breiten Masse abzuheben. Wenn Sie sich intensiv mit der Firma beschäftigen und sich via Xing, Linkedin, Kununu & Co. ein Bild machen, gewinnen Sie sicher gute Eindrücke, um individuelle und kreative Fragen stellen zu können.

Ich sage also toi toi toi für das nächste Telefon-Interview! Eine gute Vorbereitung ist die halbe Miete – die andere Hälfte macht
es meiner Meinung nach aus, authentisch zu bleiben…

Beste Grüße,
Sarah Böning

Sarah Böning

…besten Dank für Ihre guten Fragen – die mitunter genau Richtigen, wenn man sich mit Consulting auseinander setzt.

Ich hoffe, Sie jetzt nur nicht zu enttäuschen, wenn ich vorweg pauschal sage „es kommt darauf an“ – denn genau das ist hier der Fall ;-)

Es kommt darauf an, ob Sie einen oder mehrere Kunden gleichzeitig beraten, ob Sie in Konzernen unterwegs sind oder eher im Mittelstand, welches Level Sie haben, wie national/ international das Projektumfeld ist und so weiter…

Zu Ihrer ersten Frage: Es gibt Kunden, die erwarten nach wie vor eine hundertprozentige Präsenz, andere Projekte sind wiederum mittlerweile fast komplett remote leistbar. Und es kommt sicher auch auf das „Beratungsmandat“ an, ob Sie den Kunden in der Strategie beraten, Prozesse konzipieren und gestalten oder eine IT-Lösung implementieren.

Ihre zweite Frage: Ja, die Möglichkeit besteht. Bei MHP haben wir grundsätzlich eine Vertrauensarbeitszeit und auch was den Ort Ihrer Tätigkeit angeht sind Sie – in Vereinbarkeit mit den Kundeninteressen – flexibel. Natürlich sind Termine bei Banken, Ärzten etc. für viele Berater sonst auch schwer zu managen oder mit Urlaubstagen verbunden. Somit bietet Homeoffice hierzu auch eine wichtige Flexibilität. Ich empfehle Bewerbern wie auch Kollegen dennoch stets auch eine gewisse Office- Nähe zum internen Networking, für Schulungen & Co..

Ihre dritte Frage: Klassisch haben Sie keinen eigenen festen Arbeitsplatz, sondern auch hier volle Flexibilität. Sie können also frei wählen, ob Sie das Ihnen zugeordnete Office nutzen oder ggf. auch andere Standorte des Unternehmens, je nachdem in welcher Region Sie aktuell im Projekt sind. MHP legt viel Wert auf schöne Räumlichkeiten und eine ansprechende Arbeitsplatzgestaltung, damit sich die Mitarbeitern, wenn Sie sozusagen „inhouse“ sind, wohl fühlen. Dazu gehören z.B. gemütliche Sitzecken, Kicker-Tische und eine gut ausgestattete Küche mit kostenlosem Obst, Müsli und Getränken.

Das Mobiliar wird einem hohen Design Anspruch gerecht, die Meetingräume sind bestens technisch ausgestattet (360 Grad Kamera & Co) und die persönliche Note ist nach wie vor zu erkennen. Ich finde, man spürt die MHP-Kultur sofort, wenn man unsere Offices betritt. Und ich persönlich mag speziell unser Office in Essen – das Schloss Schellenberg. Sie gehen erst durch einen kleinen Park zum Office, der ein oder andere Bewerber war dadurch schon irritiert ;-)

Ihre vierte Frage: Wir bei MHP differenzieren nicht im Wording– technischer Berater oder nicht technischer Berater. Alle haben
grundsätzlich das gleiche Karrieremodell und die gleichen Level-Bezeichnungen. Es ist abhängig vom Kundenprojekt und den jeweiligen Rahmenkonditionen, inwiefern Sie vor Ort beim Kunden arbeiten oder mehr remote aus dem (Home)Office. Es gibt sozusagen alle „Spielarten“.

Wenn Sie noch konkreter werden möchten, stellen Sie gerne weitere Fragen – per Ratgeber hier, oder an mich direkt per eMail (sarah.boening@mhp.com).

Ich wünsche Ihnen zunächst einen schönen Abend...

A.

Hallo Frau Böning,

benötigen die Unternehmen im Zeitalter der Digitalisierung denn die Bewerbungen
noch in papierform?

Ebenfalls würde mich interessieren, ob es sich überhaupt noch lohnt
Initiativbewerbungen zu versenden, da die Unternehmen zunehmend ihre Vakanzen
ausschreiben.

Vielen Dank und schöne Grüße,

A.

Joschka

Guten Tag Frau Böning,

haben Sie eventuell ein paar Tipps für den Falle eines Telefoninterviews in dem man seine Eigenschaften als Berater hervorheben möchte, gerade wenn man nach dem Studium noch keine spezifische Richtung eingeschlagen hat?

Vielen herzlichen Dank für Ihre Hilfe und Anregungen.

Sarah Böning

Guten Abend Herr Stefan K.,

hoffe es ist in Ordnung, dass ich Sie so anspreche ;-)

Essenziell bei einer Initiativbewerbung ist, so denke ich, ein kreatives Anschreiben (inhaltlich, nicht optisch) mit einer `Idee` Ihrerseits. Der Personaler sollte von Ihnen einen Eindruck bekommen, was Sie besonders gut können, was Sie auszeichnet oder in welche Themen Sie gerne eintauchen möchte…Ideen, die dem potenziellen Arbeitgeber ins Auge fallen sollten. Dadurch gelingt es Ihnen, sich von anderen Bewerbern abzuheben.

Wenn ich sehr gute Initiativbewerbungen auf dem Tisch habe und eigentlich im Themenfeld X derzeit nicht suche – das kommt bei MHP nur seltener vor – greife ich mit Sicherheit direkt zum Telefonhörer, um den Bewerber persönlicher kennenzulernen. Wir haben bei uns im
Recruiting-Team einen langfristigen Blick für Potenziale. Selbst wenn es
kurzfristig nicht zum Match kommt, aus welchen Gründen auch immer - ob Hard Facts, Soft Facts, bestehende Team-Konstellationen, private Umstände o.ä. – bleiben wir mit tollen Persönlichkeiten tatsächlich langfristig in Kontakt. Über Wochen, Monate, bis hin zu Jahren…an der Stelle habe ich schon sehr viele gute Erfahrungen gemacht und es kam oft lange Zeit nach dem Erstkontakt zur Einstellung.

Haben Sie uns bereits eine Initiativ-Bewerbung geschickt oder stehen kurz davor? Je nachdem können wir gerne dazu persönlich sprechen.

Beste Grüße & nun allen erstmal ein schönes Wochenende,
Sarah Böning

Sarah Böning

Guten
Abend Herr Stefan K.,

hoffe es ist in Ordnung, dass ich Sie so anspreche ;-)

Essenziell bei einer Initiativbewerbung ist, so denke ich, ein kreatives
Anschreiben (inhaltlich, nicht optisch) mit einer `Idee` Ihrerseits. Der
Personaler sollte von Ihnen einen Eindruck bekommen, was Sie besonders gut
können, was Sie auszeichnet oder in welche Themen Sie gerne eintauchen möchte…
Ideen, die dem potenziellen Arbeitgeber ins Auge fallen sollten. Dadurch
gelingt es Ihnen, sich von anderen Bewerbern abzuheben.

Wenn ich sehr gute Initiativbewerbungen auf dem Tisch habe und eigentlich im
Themenfeld X derzeit nicht suche – das kommt bei MHP nur seltener vor – greife
ich mit Sicherheit direkt zum Telefonhörer, um den Bewerber persönlicher kennenzulernen. Wir haben bei uns im
Recruiting-Team einen langfristigen Blick für Potenziale. Selbst wenn es
kurzfristig nicht zum Match kommt, aus welchen Gründen auch immer - ob Hard Facts, Soft Facts, bestehende Team-Konstellationen, private Umstände
o.ä. – bleiben wir mit tollen Persönlichkeiten tatsächlich langfristig in
Kontakt. Über Wochen, Monate, bis hin zu Jahren…an der Stelle habe ich schon
sehr viele gute Erfahrungen gemacht und es kam oft lange Zeit nach dem
Erstkontakt zur Einstellung.

Haben Sie uns bereits eine Initiativ-Bewerbung geschickt oder stehen kurz
davor? Je nachdem können wir gerne dazu persönlich sprechen.

Beste Grüße & nun allen erstmal ein schönes Wochenende,

Sarah Böning

Sarah Böning

Guten Abend Frau Klein,

wenn ich das gerade bei MHP betrachte, kann der Weg über eine
Initiativbewerbung sehr erfolgreich sein und ich vermute, bei anderen
Beratungshäusern ist das ähnlich.

Als ich damals bei MHP begann waren wir noch weniger als 200 Mitarbeiter, heute
stehen wir bei mehr als 1500 und wir wollen in den nächsten Jahren auf die
Zielgerade einer Teamgröße von 2000! Bei diesem Wachstumspfad, den wir verfolgen, ist es entscheidend, die zu uns
passenden Persönlichkeiten zu finden. Gewisse Positionen & Perspektiven formen
sich häufig auch erst im Laufe der Zeit.

Vor allem das Thema Digitalisierung ist dabei eine riesen Chance für alle – für
das Unternehmen selber, aber auch für Bewerber, sich zu positionieren.

Stellenanzeigen sind bei uns meist eher ´Eye-Catcher´ oder man könnte auch
sagen ´Türenöffner´ oder ´Impulsgeber´. Wir im Recruiting werfen dann einen
individuellen Blick auf Ihren CV und können so beurteilen, ob der Match zu MHP
gegeben ist – auch als Quereinsteiger – oder nicht.

Die Kür bei einer Initiativ-Bewerbung ist das Anschreiben. Es sollte nicht so
aussehen, wie „einfach mal verschickt, weil die Firma kein passendes Job-
Posting online hat“, sondern man sollte beim Lesen merken, dass der Bewerber sich intensiv mit der Firma
oder auch mit dem ggf. bevorstehenden Quereinstieg und den in Frage kommenden
Tätigkeiten beschäftigt hat. Seine Überzeugung, einen wertvollen Beitrag - egal
in welcher Form - leisten zu können, sollte deutlich werden. Wir wollen sehen,
dass jemand eine Vorstellung davon hat, wie ein solcher "Match"
aussehen könnte.

…für solch ein richtig gutes Anschreiben, braucht man Stunden…;-)

Gerne können Sie mir Ihre Bewerbung per Email schicken – dann können wir in die
Details gehen und es hilft ggf. Ihrem Feintuning.
Einen schönen Abend wünsche ich Ihnen,
Sarah Böning

Christian

Hallo Frau Bönig,
ich stelle mir schon länger die Frage wie eine klassische Beraterwoche bei MHP oder auch anderen Beratungshäusern aussieht:
- Ist davon auszugehen, dass man den Großteil beim Kunden verbringt? (ggf. 4+1)
- Besteht die Möglichkeit für Home Office?
- Besitzt man überhaupt einen "eigenen" Arbeitsplatz?
- Und wie sieht dies bei eher technischen Beratern oder auch Entwicklern aus?

Vielen Dank für die Informationen

Sarah Böning

Hallo Herr Frank,

ich empfehle Ihnen, den Fokus auf einen wirklich „top“ strukturierten und
nachvollziehbaren Lebenslauf zu legen. Wenn Sie bereits über mehrere Jahre Berufserfahrung verfügen ist eine Projektliste mit Ihren Verantwortlichkeiten ebenso von großer Wichtigkeit.

Zeugnisse sollten immer alle beiliegen, die für die Position Relevanz haben – allein um komische Rückfragen von Personalern zu vermeiden ;-) Ideal ist hier ein gebündeltes pdf-Dokument mit allen Unterlagen. Das fehlende Abiturzeugnis ist – sofern man sich nicht auf eine Studenten/Absolventen Position bewirbt – jedoch mit Sicherheit kein Show-Stopper. Bei Ihnen wäre es hilfreich, Zeugnisse der Studienzeit sowie von vorangehenden Arbeitgebern beizulegen. Optimal ist natürlich auch ein Zeugnis des aktuellen Arbeitgebers, wobei das – verständlicherweise – in den seltensten Fällen vorliegt.

Zum Thema Anschreiben, das ist wahrlich eine Wissenschaft für sich ;-) Das hängt meiner Meinung nach auch immer stark davon ab, für welchen Bereich man sich bewirbt. Ich glaube – gerade in unserer Branche – an das Erfolgsrezept, das Anschreiben vom Format sehr schlicht und lean zu halten. Die Mühe, die sich ein Bewerber gemacht hat sollte sich im Inhalt widerspiegeln. Ziel wäre eher, dort „inhaltliche
Eye-Catcher“ einzubauen. Das ist schließlich auch eine Art der Kreativität.

Mailen Sie mir auch gerne Ihre konkreten Unterlagen, dann ist eine individuellere Beratung bzw. Feedback möglich.

Ich hoffe sonst, dass ich Ihnen hiermit gute Denkanstöße geben konnte…
Beste Grüße,
Sarah Böning

Sarah Böning

Danke für Ihre Fragen! Ich freue mich sehr zu sehen, dass der „lebhafte“ Dialog direkt zustande kommt.

Eines vielleicht vorweg – beim Thema Bewerbung bewegen wir uns sicher in einem gewissen subjektiven „Geschmacksbereich“. Ich möchte Ihre Fragen gerne aus meiner fast zehnjährigen MHP-Perspektive beantworten.

Ich persönlich schaue mir bei einer Bewerbung immer als allererstes den Lebenslauf an, dann das Anschreiben und anschließend die Zeugnisse. Alle drei Komponenten sind entscheidend und tragen zum ausschlaggebenden Gesamtbild bei. Zudem liegt bei erfahrenen Beratern oftmals noch eine Projektliste bei, die sehr aussagekräftig ist. Das Anschreiben sollte überzeugend & authentisch sein und idealerweise gelingt es dem Bewerber, seine Motivation darin pointiert darzulegen – dann bedarf es aus meiner Sicht keinem separaten Motivationsschreiben.

Bei der Frage zum Quereinstieg, drängt sich fast die Frage auf „was ist ein geeigneter Berater?“ Ich denke, hier sollte man stets den individuellen Fall betrachten: Welche Erfahrung Sie bisher mitbringen, welches Studium, welche Branchen, welchen Charakter Sie haben… aus all diesen Aspekten ergibt sich das oben angesprochene Bild, das ausschlaggebend dafür ist, ob es „passt“ oder nicht.

Wenn es bei Ihrer Frage um Sie selber geht, beantworte ich Ihre Frage auch gerne persönlich und Sie können mir schreiben, sarah.boening@mhp.com. Dann kann ich gerne detaillierter und individueller darauf eingehen. In diesem Sinne vielleicht bis bald...

Stefan K.

Hallo Frau Böning,

worauf legen Sie bei Initiativbewerbungen wert, damit diese an den richtigen Stellen landen und auch eventuell eine Einladung zu einem Gespräch nach sich ziehen?

Vielen herzlichen Dank!

Andrea Klein

Hallo Frau Böning,

aufgrund der doch vielseitigen Themenbereiche, die durch die fortschreitende Digitalisierung neu entstehen bzw. sich weiterentwickeln, ergeben sich wie Sie sagen neue Jobchancen (auch für Quereinsteiger). Wie gehen Sie mit der Thematik um? Werden hier spezifische neue Stellen geschaffen oder sind hier dann eher Initiativbewerbungen gefragt? Wie gehen Sie mit Initiativbewerbungen um, wenn man zum Beispiel als "Quereinsteiger" nicht im Klaren darüber ist, welche Tätigkeitsbereiche sich bei seinem eigenen Profil anbieten?
Ich freue mich auf Ihre Antwort.

Vielen Dank und viele Grüße

Frank

Hallo Frau Böning,

folgende Dinge würden mich interessieren:
Welche Bewerbungsunterlagen haben eine Relevanz bei der Bewerbung? Ist es beispielsweise nötig sein Abiturzeugnis mitzuschicken, wenn man bereits mehrere Jahre Berufserfahrung hat, oder reicht es nur den Abschluss des Abiturs zu erwähnen?

Wie sehr sind kreative Bewerbungen gewünscht? Soll man sich versuchen von der Masse abzusetzen, in dem man ein besonders kreatives Anschreiben verschickt, oder sollte man sich lieber seriös präsentieren und auf die Fakten konzentrieren?

Vielen Dank im Voraus.

Anonym

Hallo Frau Böning,

mich würde interessieren, welchen Stellenwert in einer Bewerbung überhaupt das Motivationsschreiben im Vergleich zu dem CV hat - und was macht mich als Quereinsteiger zu einem geeigneten Berater?

VG

Sarah Böning

Liebe Leserinnen und Leser der Computerwoche,

die IT-Branche boomt seit Jahren. Hochschulabsolventen mit einschlägigen Abschlüssen können frei auswählen, bei welchem der um sie buhlenden Unternehmen sie ihre Laufbahn starten wollen. Und Professionals haben keine Mühe, durch Jobwechsel zur richtigen Zeit ihre Karriere voranzutreiben. Mit der Digitalisierung wird der Bedarf noch einmal steigen. Aber: Auch die Anforderungen werden sich ändern – Technologie und Business werden noch enger verzahnt sein, Kreativität wird gefragter sein denn je.

In den nächsten zwei Wochen möchte ich mich gerne mit Ihnen darüber austauschen, was das für eine Karriere in der IT bedeutet – vor allem in der Beratung. Beispielsweise eröffnet die Digitalisierung auch Chancen für Menschen, die eben nicht Informatik, BWL oder Ingenieurwesen studiert haben – sondern Künstliche Intelligenz, Design oder Grafik.

Selbstverständlich beantworte ich auch alle weiteren Karriere-Fragen: Worauf kommt es bei einer Bewerbung bei einer Beratung an? Wie bleibt man authentisch? Und sind Eye-Catcher in den Unterlagen eigentlich angebracht? Um nur ein paar Beispiele zu nennen.

Ich freue mich auf einen lebhaften Dialog.

Ihre
Sarah Böning

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