Ratgeber Karriere

Karriereperspektiven

Karriereratgeber 2016 - Andrea Welisch, Circle Unlimited

05.05.2016
Vom 5. bis 18. Mai 2016 beantwortet Andrea Welisch alle Fragen rund Karriereperspektiven bei einem Anbieter von SAP-systemintegrierten Lösungen.

Welisch ist eine erfahrene Personal-Managerin und war mehr als sieben Jahre für die Personalarbeit in Unternehmen unterschiedlichster Größen und Branchen verantwortlich. Vom Recruiting über das Bewerbermanagement bis hin zur Mitarbeiterbetreuung in allen Belangen ist Welisch eine versierte Personalerin. Als Personalreferentin der Circle Unlimited AG positioniert sie das mittelständische Software-Unternehmen auf dem Bewerbermarkt und übernimmt u. a. die Rekrutierung von SAP/IT-Spezialisten in den Bereichen Beratung, Entwicklung, Vertrieb und Qualitätssicherung.

Andrea Welisch ist Personalreferentin der Circle Unlimited AG.
Andrea Welisch ist Personalreferentin der Circle Unlimited AG.
Foto: Circle Unlimited

Seit 15 Jahren bietet Circle Unlimited Dokumenten-, Vertrags- und Lizenzmanagement für SAP- und Microsoft-Systeme. Die branchenübergreifenden Softwarelösungen sind fachbereichsspezifisch z. B. in den Abteilungen Einkauf, Personal, Vertrieb sowie Recht einsetzbar und auch via mobile Devices verfügbar. Zu den nationalen und internationalen Referenzen gehören beispielsweise Bertelsmann, die Charité, Esprit, T-Systems, Velux und Volkswagen. Weitere Informationen: www.cuag.de.

 

Andrea Welisch

Lieber Björn,
vielen Dank für Ihre interessante Frage. In der Tat ist es so, dass sicher viele Absolventen und Berufseinsteiger (und natürlich auch Profis mit Berufserfahrung) gern in einem namhaften Unternehmen arbeiten möchten. Dies kann viele Gründe haben. Sei es der „große Name“ im Lebenslauf, das Image, das ein Unternehmen in der Öffentlichkeit genießt, man reibungslose Prozesse und Organisation erwartet und gern Teil einer großen Erfolgsstory sein möchte.
Doch Sie haben Recht. Es gibt unzählige spannende Herausforderungen und Karrierechancen in Unternehmen, von denen kaum jemand, der nicht im beruflichen Umfeld mit ihnen zu tun hat, je gehört hat. Und es lohnt sich meines Erachtens in jedem Fall, auch unbekannten Größen eine Chance zu geben.
Besonders für Absolventen ist es sicher spannend, sich auf den Karrieremessen, die es an fast jeder Universität gibt, auch an den Ständen zu informieren, deren Namen nicht gleich bekannt sind. Besonders in einem breit aufgestellten Studium wie dem Ihren ist es sicher spannend, zu erfahren, was genau ein Berufseinsteiger in den einzelnen Unternehmen mit dem Studium und den eigenen Interessen „werden“ kann.
Natürlich haben „kleine“ Unternehmen keine „großen“ Namen, aber sie bieten dennoch viele nicht zu unterschätzende Vorteile. Die oftmals relativ kleinen Mitarbeiterzahlen ermöglichen eine viel persönlichere Unternehmenskultur, flache Hierarchien und ein direkteres und entspanntes Miteinander sind keine Utopie. Kurze Entscheidungswege und Raum für innovative Prozesse und Angebote. Besonders in Zeiten, in denen Begriffe wie „Work-Life-Balance“ bereits zum allgemeinen Sprachgebrauch gehören, sind es oftmals kleinere Betriebe, die mit flexiblen Konzepten zu Arbeitsorten und -zeiten Vorreiter sind – wenn es darum geht, den Einsatz ihrer Mitarbeiter nicht nur in „barer Münze“ sondern auch mit Wertschätzung und spannenden Angeboten zu honorieren.
Ich bin sicher, dies wird in den kommenden Jahren ein nicht mehr zu unterschätzender Faktor bei der Besetzung von Arbeitsplätzen sein und hier haben kleine innovative Unternehmen einfach den Vorteil, schneller und flexibler auf die Anforderungen des Marktes reagieren zu können.
Viele Grüße aus Norderstedt
Andrea Welisch

Björn Schultz

Guten Tag Frau Welisch,

als BWL-Student mit einem Faible für
neue Technologien gibt es sicherlich viele Möglichkeiten für einen
Berufseinstieg nach erfolgreichem Abschluss. Viele meiner Kommilitonen
streben nach einer Position in Großkonzernen mit großen und klangvollen
Namen. Auch ich stehe vor der Frage: Global Player oder kleineres
Unternehmen? Wo sehen Sie die Vorteile?

Ich freue mich auf Ihre Antwort.

Björn

Hanna Volk

Vielen Dank, Frau Welisch, für Ihre Antwort. Viele Grüße Hanna

Andrea Welisch

Liebe Hanna,

vielen Dank für Ihre Fragen.
Nicht nur in der IT-Branche ist es so, dass Arbeiten neben dem Studium heutzutage nicht nur als ganz normal, sondern auch als positiv angesehen wird, Ein Unternehmen kann schließlich nur davon profitieren, wenn ein Absolvent bereits über einschlägige Berufserfahrungen verfügt und weiß, wie in Unternehmen gearbeitet wird.
Hierbei ist es natürlich von Vorteil, wenn sich der Student in Berufsfeldern bewegt hat oder bewegt, die der späteren Karriere zuträglich sind.
Daher ist es in jedem Fall eine gute Entscheidung, sich als Werksstudent in Unternehmen zu bewerben, die einem wertvolle Einblicke gewähren und den Lebenslauf bereichern. Viele Unternehmen wissen es sehr zu schätzen, wenn sie auf diesem Weg einen studentischen Mitarbeiter gewinnen, der durch sein Studium die Theorie bereits kennt und diese dann schrittweise und gezielt in die Praxis umzusetzen lernt. Der Vorteil liegt auf der Hand: Der Student füllt das Gelernte mit Leben und das Unternehmen hat die Gelegenheit, jemanden „on the job“ kennen zu lernen und im Idealfall bereits für eine spätere feste Zusammenarbeit aufzubauen.
Viele Unternehmen bieten deshalb gerne Werkstudenten die Möglichkeit, über einen längeren Zeitraum für sie tätig zu werden. Oftmals lohnt es sich auch zu fragen, ob nicht die Möglichkeit besteht, die anstehende Bachelor- oder Masterarbeit gemeinsam anzugehen. Und von hier bis zu einem ersten Gespräch über die Zeit „danach“ ist es oft nicht weit. Dies kenne ich nicht nur als „graue Theorie“ sondern kann auch ganz reale Beispiele aus unserem Unternehmensalltag bei der Circle Unlimited AG nennen, in denen aus Werkstudenten nach dem Abschluss nahtlos feste Mitarbeiter wurden.
Natürlich kann nicht jeder Studentenjob diese Perspektiven bieten und manchmal ist es eben auch nur das: ein Job. Aber je gezielter man sich auf potentiell längerfristige Werkstudentenstellen in relevanten Branchen bewirbt, desto größer ist auch die Wahrscheinlichkeit, tatsächlich einen bleibenden Nutzen aus der Beschäftigung zu ziehen. Dies gilt für beide Seiten und es ist als Bewerber absolut legitim, sich im Vorstellungsgespräch nach Langfristigkeit und Optionen wie z.B. Kooperation für Masterarbeiten zu erkundigen.

Viele Grüße aus Norderstedt
Andrea Welisch

Hanna Volk

Hallo Frau Welisch,

ich studiere Wirtschaftsinformatik und habe derzeit etwa die Hälfte des Studiums erfolgreich hinter mich gebracht. Nun würde ich mein Studium gerne zeitlich mit einem Nebenjob verknüpfen. Was würden Sie mir raten? Wie sind Ihre Erfahrungen in diesem Bereich?

Ich bedanke mich bereits vorab für Ihre Antworten.

Herzliche Grüße

Hanna V.

Andrea Welisch

Liebe Leserinnen und Leser,

herzlich Willkommen im Karriereforum der Computerwoche.

In den nächsten zwei Wochen gebe ich Ihnen Einblicke in die Anforderungen in der SAP-Beratung und Softwareentwicklung.
Ob Sie den Berufseinstieg suchen oder auf der Suche nach einer neuen Herausforderung sind, Fragen zum Bewerbungsprozess und den Möglichkeiten der Weiterentwicklung haben, gern diskutiere ich diese Themen mit Ihnen auch speziell im Hinblick auf Chancen bei der Circle Unlimited AG.

Ich freue mich auf einen lebendigen Austausch

Herzliche Grüße aus Norderstedt
Andrea Welisch

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