Kanzlerin Merkel über Sony Ericssons Xperia X1: Sieht ja aus wie das iPhone!

05.03.2008
Der CeBIT-Rundgang von Bundeskanzlerin Angela Merkel sorgte für einige Lacher beim Publíkum und peinliche Momente bei den besuchten Firmen aus der Mobilfunk-Branche. Vor allem die Manager von Sony Ericsson und Vodafone mussten sich harten Fragen und bösen Blicken stellen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat auf ihrem Rundgang zur Eröffnung der Computer-Messe CeBIT wieder große Schlagfertigkeit bewiesen. Als sie am Stand von Sony Ericsson ankam, sorgte sie mit wenigen Worten für Lacher bei den Zuschauern und für lange Gesichter bei den Anzugträgern des Handy-Herstellers. Axel Kettenring, General Manager von Sony Ericsson Deutschland, führte stolz das neue Spitzenmodell Xperia X1 vor, das angeblich bei der "Verschmelzung von Internet und Telekommunikation ein Zeichen" setzt. So hatte es zumindest in der Pressemitteilung zum Erscheinen des Gerätes gestanden. Doch als die Kanzlerin das Touchscreen-Mobiltelefon in der Hand hielt, sagte sie nur: "Ah, so wie das iPhone" und die Firma Apple konnte sich schon wieder über kostenlose Werbung freuen.

Kettenring kam daraufhin ziemlich aus der Fassung und sagte nur noch, das man mit dem Xperia X1 ganz wunderbar telefonieren und SMS schreiben könne. Aber dazu braucht man natürlich kein Super-Smartphone für 750 Euro. Das weiß auch die leidenschaftliche SMS-Schreiberin an der Spitze des deutschen Staates. Genüsslich schob sie als nächste Frage hinterher: "Und, wo wird produziert?". Worauf Kettenring stolz "überall" antwortete. Nach einer kleinen Atempause musste er aber ergänzen: "nur nicht in Deutschland", was ihm einen strengen Blick einbrachte. Malaysia, Japan, China und andere ferne Länder sind die Standorte, an denen der globalisierte Konzern seine Geräte produzieren lässt.

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