Thomas Wenzel x Allessa Chemie

Kampf dem Wildwuchs

Senior Communication Managerin bei der Content Marketing Agentur Evernine
Die Standardisierung und das Vertrauen in die Mitarbeiter haben sich für Thomas Wenzel ausgezahlt: Nun hat der CIO Spielraum für neue Investitionen.

Leistungsfähig und einfach zu betreuen sollte sie sein, die neue IT-Plattform für das mittelständische Chemieunternehmen. Neue Geschäftseinheiten sollten sich schnell und preiswert in sie integrieren lassen. Diese Herausforderung hat CIO Wenzel im Projekt "Citrix-My-Allessa" in sechs Monaten gemeistert: "Es war schwierig, die Anwender davon zu überzeugen, dass es nicht darauf ankommt, einen PC bereitzustellen, sondern einen leistungsfähigen Desktop." Die bestehende PC-Landschaft tauschte er gegen serverbasierte Systeme aus, und er standardisierte Hard- und Software. Im Bereich Bürokommunikation konnte er dadurch die Kosten um 30 Prozent senken und gleichzeitig die Leistung steigern.

"Um Geschäftsprozesse zu beschleunigen und zu verbessern, mussten Insellösungen abgeschafft, die SAP-Nutzung intensiviert und Daten integriert werden", erklärt der 41-jährige Wirtschaftsingenieur. Den Wildwuchs im SAP-Umfeld bändigte er durch einen Release-Wechsel auf die Version 4.7. Außerdem führte er Voice over IP als Hybridmodell ein. Auf Basis neuer, IP-fähiger Technologien können vorhandene Anlagen und die Infrastruktur damit effizient weitergenutzt werden.

Indem er durch Standardisierung die Betriebskosten gesenkt hat, schaffte er Investitionsfreiräume und baute eine leistungsfähige IT-Infrastruktur auf. Wenzel verbindet zudem In- und Outsourcing: "Engagierte eigene Mitarbeiter können viele Bereiche besser abdecken." Ausgelagert werden dann lediglich Commodities oder Bereiche mit zu hohem Geschäftsrisiko.

Viel Wert legt er auf den Ausbildungsstand der Mitarbeiter. "Die permanente Investition in das Wissen der Mitarbeiter und ihr Coaching in Projekten zahlen sich immer aus." n

Heide Witte