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Juniper will Cisco mit Sicherheit angehen

02.05.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Netzausrüster Juniper Network will Branchenprimus Cisco mit neuen Sicherheits-Features das Leben schwerer machen. Auf der Networld+Interop diese Woche in Las Vegas will das Unternehmen zum einen eine Reihe von Werkzeugen vorstellen, mit denen Netzverwalter effizienter Zugangskontrollen und Nutzungsrichtlinien durchsetzen können. Außerdem will Juniper ein breit angelegtes Framework für Netzsicherheit ankündigen, das aber erst in den kommenden Jahren mit Produkten ausgefüllt werden soll.

Bei "Enterprise Infranet" handele es sich um einen umfassenden, regelbasierenden Ansatz zur Sicherung von Netzen, Anwendungen und Endnutzergeräten, erklärte Rod Murchison, Junipers Director of Product Management. Der Hersteller lanciert damit ein Konkurrenzprodukt zu Ciscos "Network Admission Control" (NAC) und der "Network Access Protection" (NAP), die Microsoft entwickelt.

Die bereits fertigen Tools (naja, erhältlich sein sollen sie ab dem dritten Quartal) zur Kontrolle von Netzzugang und -nutzung basieren auf Technik, die Juniper mit der Übernahme von NetScreen im vergangenen Jahr zugekauft hatte. Sie ähneln Ciscos erster NAC-Generation, gestatten über die Zugangskontrolle hinaus aber auch die kontinuierliche Überwachung von Endgeräten am Netz. Außerdem sind sie nicht nur an Junipers Hardware gebunden, sondern unterstützen als "Overlay"-Lösung auch Geräte von Drittanbietern. (tc)