Im Börsenrückblick

Juniper verspielt Vertrauen

21.04.2006

Mit einem Einbruch um rund zehn Prozent hat sich die Aktie von Juniper wieder deutlich unter der Marke von 20 Dollar festgesetzt. Die Zeiten, in denen sich das Unternehmen an der Börse als Überflieger in Szene setzen konnte, sind lange vorbei: Im Oktober 2000 hatte man noch über 240 Dollar für einen Anteilschein des Netzausrüsters zahlen müssen.

Das erste Fiskalquartal verlief - für Juniper-Verhältnisse - schwach: Während der Umsatz um 26 Prozent auf 567 Millionen Dollar verbessert wurde, konnte der Nettoprofit im Vorjahresvergleich nur marginal auf knapp 76 Millionen Dollar ausgebaut werden. Dafür verantwortlich waren die erstmals als Kosten verbuchten Aufwendungen für Aktienoptionen.

Für das laufende Quartal senkte Juniper außerdem die Umsatzerwartung. Dennoch hielt das Management an der im Januar abgegebenen Prognose fest, dass sich die Geschäfte in der zweiten Jahreshälfte wieder beleben werden. Anfang des Jahres war die Aktie von Juniper nach einer Warnung für das Geschäftsjahr um knapp 20 Prozent abgestürzt. Danach hatte sich das Papier erholt, auch weil Übernahmegerüchte aufgekommen waren. Als potenzielle Käufer waren Motorola und Ericsson im Gespräch. (ajf)