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Juniper überrascht mit steigendem Umsatz und Gewinn

11.07.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Juniper Networks hat seinen Gewinn im zweiten Quartal 2003 gegenüber dem Vorjahreszeitraum mehr als verdoppelt. Der Nettoprofit des weltweit zweitgrößten Netzausrüsters kletterte im Jahresvergleich von 6,2 Millionen auf 13,6 Millionen Dollar. Der Gewinn pro Aktie stieg dagegen nur von zwei auf drei Cent, da Juniper die Übernahme der Siemens-Tochter Unisphere im Herbst 2002 teilweise mit der Ausgabe neuer Aktien finanziert hatte.

Auch bei den Einnahmen machte der in Sunnyvale, Kalifornien, ansässige Router-Spezialist überraschende Fortschritte: Der Umsatz kletterte gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 41 Prozent von 117 Millionen auf 165,1 Millionen Dollar. Verglichen mit dem Anfangsquartal 2003 legten die Einnahmen um immerhin fünf Prozent zu. Juniper erzielte damit bereits das vierte Quartal in Folge einen sequenziellen Anstieg der Einnahmen. Inwieweit die Company dabei von den übernommenen Unisphere-Produkten profitierte ist nicht bekannt, da Juniper die Einnahmen nicht weiter aufgliederte.

Für das laufende Quartal erwartet der Netzausrüster mit 165 Millionen Dollar Umsatz und ein Pro-forma-Plus von drei Cent pro Aktie ähnliche Ergebnisse wie im Berichtszeitraum. Im dritten Quartal sei das Geschäft in Europa, Asien und dem Nahen Osten traditionell schwach, begründete Finanzchef Marcel Garni die moderate Prognose. Laut Umfrage von First Call/Thomson erwarten die Analysten im Schnitt lediglich einen Umsatz von 162 Millionen Dollar sowie einen Gewinn von zwei Cent pro Aktie. (mb)