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Juniper sieht wieder rot

11.10.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Nach einem kurzen Ausflug in die Gewinnzone erlitt der Netzwerk-Ausrüster Juniper Networks im dritten Geschäftsquartal einen Nettoverlust von 88,3 Millionen Dollar oder 24 Cent pro Aktie. Im Vorjahreszeitraum lag das Nettodefizit bei 29,7 Millionen Dollar. Vor Sonderposten wies Juniper im abgelaufenen Dreimonatszeitraum ein Minus von 8,4 Millionen Dollar oder zwei Cent je Aktie aus. Der weltweit zweitgrößte Hersteller von TK-Equipment nach Cisco entsprach damit laut First Call/Thomson der durchschnittlichen Prognose der Analysten. Im Vorjahreszeitraum hatten die Kalifornier noch einen Pro-forma-Gewinn von 32,5 Millionen Dollar oder zehn Cent pro Aktie erzielt.

Beim Umsatz verbuchte das Unternehmen einen Rückgang um rund ein Viertel von 201,7 Millionen auf 152 Millionen Dollar, trotz der erstmalig enthaltenen Einnahmen des im Mai übernommenen Konkurrenten Unisphere Networks.

Aufgrund der schwierigen Marktbedingungen und der Integration der Siemens-Tochter zeigte sich Juniper-CEO Scott Kriens mit den Ergebnissen zufrieden. Für das laufende Quartal rechnet der Firmenchef nun mit einem Pro-forma-Verlust von einem Cent je Anteil. Die Einnahmen sollen unverändert 152 Millionen Dollar betragen.

Juniper hatte überraschend im zweiten Quartal einen Nettogewinn von 6,2 Millionen Dollar bei 117 Millionen Dollar Umsatz erwirtschaftet (Computerwoche online berichtete). Das Unternehmen ging damals von einer Stabilisierung der Einnahmen aus, gab aber gleichzeitig die Streichung von 10.000 Stellen bekannt. (mb)