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Juniper: Gutes Ergebnis, schwache Prognosen

26.01.2006
Der US-Netzwerkausrüster konnte die Erwartungen für das Schlussquartal 2005 erfüllen, enttäuschte aber mit seinem schwachen Ausblick .

Wie Juniper Networks bekannt gab, stieg der Nettoprofit in den Monaten Oktober, November und Dezember gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 66 auf 105,5 Millionen Dollar oder 17 Cent je Aktie. Sondereffekte ausgeklammert, betrug der Gewinn 20 Cent pro Anteil und entsprach den mittleren Erwartungen der von Thomson First Call befragten Finanzanalysten. Den Umsatz steigerte der Cisco-Rivale um 34 Prozent auf 575,5 Millionen Dollar, dieser lag damit jedoch hinter dem Wallstreet-Konsens von 579 Millionen Dollar.

Einen Großteil des Wachstums erzielte Juniper im Bereich Infrastruktur-Produkte. Das Unternehmen setzte im Berichtszeitraum für 376 Millionen Dollar Core- und Edge-Router um, das entspricht einem Anstieg um 25 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal.

Im Gesamtjahr 2005 kletterten die Einnahmen um 54 Prozent auf gut zwei Milliarden Dollar. Junipers Nettogewinn stieg im Jahresvergleich von 135,7 auf 354 Millionen Dollar oder 59 Cent je Aktie. Firmenchef Scott Kriens erklärte in einer Stellungnahme, er sei mit den Ergebnissen äußerst zufrieden. Das Unternehmen werde in naher Zukunft weiter davon profitieren, dass viele internationale Carrier neuer Highspeed-Datenetze der zweiten Generation bauen wollen. Allerdings seien die Planungen hierfür unterschiedlich weit fortgeschritten. Deshalb blieb Juniper mit seiner Prognose für das erste und zweite Quartal 2006 unter den Erwartungen der Analysten: Finanzchef Robert Dykes rechnet im laufenden Dreimonatszeitraum mit einem Pro-forma-Gewinn von 19 Cent je Aktie bei 565 bis 575 Millionen Dollar Umsatz. Von Thomson First Call befragte Finanzanalysten waren bislang im Schnitt von Einnahmen von 586,5 Millionen Dollar und einem bereinigten Plus von 20 Cent je Aktie ausgegangen. (mb)