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Juniper baut Quartalsgewinn aus

19.01.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Netztechnikspezialist Juniper Networks hat seinen Nettoprofit im Schlussquartal 2004 dank der angezogenen Nachfrage mehr als vervierfacht. Mit einem Wachstum von über hundert Prozent fiel zudem auch der Umsatz höher aus als im Markt erwartet.

Wie der Cisco-Konkurrent bekannt gab, stieg der Nettoprofit im Vergleich zum Vorjahresquartal von 14,7 Millionen auf 66 Millionen Dollar oder elf Cent pro Aktie. Sondereffekte ausgeklammert, erzielte Juniper einen (Pro-forma-)Profit von 85,9 Millionen Dollar oder 15 Cent je Aktie - Analysten hatten auf dieser Basis im Schnitt mit einen Penny je Anteil weniger gerechnet.

Der Umsatz kletterte von 207 Millionen auf 430,1 Millionen Dollar. Juniper selbst hatte im Vorfeld Erlöse zwischen 405 Millionen und 415 Millionen Dollar in Aussicht gestellt, an der Wall Street wurden Einnahmen von durchschnittlich 413,5 Millionen Dollar erwartet. Der Anfang 2004 übernommene Security-Anbieter Netscreen steuerte Einnahmen von zirka 80 Millionen Dollar bei. Gleichzeitig zogen die Router-Erlöse um 67 Prozent auf fast 300 Millionen Dollar an.

Insgesamt beliefen sich die Einnahmen im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 1,336 Milliarden Dollar, das sind 90 Prozent mehr als die 701 Millionen Dollar im Vorjahr. Der Nettoprofit kletterte von 39,2 Millionen auf 135 Millionen Dollar oder 25 Cent je Anteilschein. Sondereffekte ausgeklammert, stieg der Gewinn sogar um mehr als das Vierfache auf 238,6 Millionen Dollar oder 44 Cent je Aktie.

"Das vierte Quartal war in jeder Hinsicht beachtlich und schloss ein Rekordjahr ab", triumphierte Juniper-CEO Scott Kriens in einer Stellungnahme. "Wir befinden uns im Sweet Spot der neuen Netzwerkindustrie." Nachdem es Juniper gelungen sei, 2004 Marktanteile zu gewinnen, habe es nun die Möglichkeit, seine Position auszubauen, so Kriens. Für das erste Halbjahr 2005 prognostiziert Juniper einen Umsatz von 885 bis 895 Millionen Dollar. Bislang hatte das Unternehmen aus Sunnyvale, Kalifornien, mit Erlösen zwischen 850 Millionen und 870 Millionen Dollar gerechnet. Im laufenden ersten Quartal 2005 rechnet Juniper-Finanzchef Bob Dykes außerdem mit einem Pro-forma-Gewinn von 15 Cent je Aktie bei 430 bis 440 Millionen Dollar Umsatz. (mb)