Die Leiden des Nachwuchses

Jung, schlecht bezahlt, befristet

21.06.2012
Von 
Alexandra Mesmer war bis Juli 2021 Redakteurin der Computerwoche, danach wechselte sie zu dem IT-Dienstleister MaibornWolff, wo sie derzeit als Head of Communications arbeitet.

Arbeit und Freizeit verschwimmen

Der Trend, seine Arbeit mental mit nach Hause zu nehmen, ist auch bei den jungen Beschäftigten zu beobachten. Jeder Dritte gibt an, zu Hause an Schwierigkeiten bei der Arbeit denken zu müssen. Mehr als ein Viertel der Beschäftigten fällt es schwer, nach der Arbeit abzuschalten. Für 16 Prozent der Befragten gilt dies sogar im Urlaub. 14 Prozent erledigen "sehr häufig" oder "oft" in der Freizeit Aufgaben für den Betrieb.

Darüber hinaus gehen viele zur Arbeit, obwohl sie aus gesundheitlichen Gründen zu Hause bleiben müssten. Insgesamt gaben 70 Prozent der Befragten an, dass sie in den vergangenen zwölf Monaten mindestens einmal krank zu Arbeit gegangen sind, jeder Zweite hat dies sogar zwei oder mehrere Male getan.

Ingrid Sehrbrock forderte mehr Beratung, Information und ein durchdachtes Gesundheits-Management in den Betrieben. "Das nutzt nicht nur den Beschäftigten, jung und alt, sondern auch den Unternehmen selbst. Denn auch sie haben ein Interesse daran, dass ihre Mitarbeiter gesund bleiben und zufrieden mit ihrem Arbeitsumfeld sind."