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JotSpot will Wikis zum Allgemeingut machen

29.10.2004

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Bislang sind Wikis - der Begriff ist abgeleitet vom hawaiianischen Wort für "schnell" - ein der Allgemeinheit noch recht unbekanntes Phänomen. Vereinfacht gesagt handelt es sich dabei um Websites, die sich vom Besucher selbst ändern lassen, siehe etwa die Online-Enzyklopädie "Wikipedia".

Die im kalifornischen Palo Alto ansässige Start-up JotSpot tritt nun an, um das Wiki-Prinzip einer breiteren Nutzerschaft anzudienen (und damit auch selbst Geld zu machen). Sie bietet gehostete Wikis an, die sich über einen WYSIWYG-Editor (What You See Is What You Get) einfach editieren lassen und über interessante Zusatzfunktionen verfügen - beispielsweise hat jede Seite ihre eigene E-Mail-Adresse, an die Nutzer Nachrichten senden können, die dann sofort für jedermann lesbar sind.

JotSpot geht aber mit seinen so genannten Application Wikis noch einen Schritt weiter und bietet vorgefertigte Web-basierende Anwendungen an, die Bereiche wie einfaches Projekt-Management, Trouble-Ticketing oder Stellenausschreibungen abdecken. Auch hier können Nutzer die Seiten selbst verändern.

"Wir haben uns den Wiki-Bereich angeschaut und festgestellt, dass er uns doch sehr an das Internet im Jahr 1993 erinnert - ich würde das als 'Land der Nerds' bezeichnen, nützlich, aber nur für ausgewähltes Publikum", erklärte CEO Joe Kraus. "Wir glauben, das Wikis für eine viel größere Nutzerschaft taugen." In den drei Wochen seit dem öffentlichen Start des JotSpot-Angebots haben sich bereits fast 3000 kleine bis große Firmen für einen kostenlosen Beta-Test registrieren lassen. "Das sind viel mehr, als wir erwartet haben. Das zeigt, dass an dieser Kategorie echtes Interesse besteht", freut sich Kraus. (tc)