Blackberry-CEO zur Strategie

John Chen: "Don't believe the hype"

10.12.2014
In einem Statement auf der Karriere-Plattform LinkedIn äußert sich der CEO von Blackberry, John Chen, zur Strategie des Unternehmens. Auch die Themen China, Blackberry Classic und Kim Kardashian spricht der Firmenchef der Kanadier an.
Blackberry-CEO John Chen
Blackberry-CEO John Chen
Foto: Blackberry

Blackberry steht seit dem erfolgreichen Start des ungewöhnlich gestalteten Blackberry Passport wieder verstärkt in den Schlagzeilen, mit dem neuen Blackberry Classic steht bereits das nächste Smartphone der Kanadier in den Startlöchern. John Chen, CEO des früher unter dem Namen Research In Motion (RIM) bekannten Unternehmens, will einen Hype um Blackberry gar nicht erst aufkommen lassen, wie er auf LinkedIn in einem Kommentar klar macht.

"Es gibt immer die Versuchung, Statements abzugeben, die die Sensationslist befriedigen, oder Entscheidungen zu treffen, um Hypes und Trends hinterherzulaufen. Ich habe für mich herausgefunden, dass es das Beste ist, die Dinge beim Namen zu nennen, auch wenn das kurzfristig weh tun kann. Es baut aber langfristig ein vertrauenswürdiges Fundament auf - und in diesem Zeitrahmen arbeite ich", schreibt er. So sei er kürzlich auf die Liebeserklärung von US-Sternchen Kim Kardashian angesprochen worden, für die Blackberry-Handys "Herz und Seele" seien. Auch werde er gedrängt, Blackberry nach China zu bringen. Beiden begegnet Chen eher kühl: "Ich bin dankbar für Kims Loyalität und respektiere ihre Leidenschaft für Blackberry, aber es ist für uns nicht die richtige Zeit, uns auf den Endkunden-Markt zu konzentrieren."

Vielmehr läge der Fokus derzeit auf der Festigung und Weiterentwicklung der Stellung im Bereich der Unternehmenskunden und Dienste. "Das heißt natürlich nicht, dass wir unsere vielen Handy-Fans im Stich lassen, was man am kürzlich vorgestellten Blackberry Passport ebenso sehen kann wie am kommenden Blackberry Classic", so Chen. Das Blackberry Classic stellen die Kanadier am 17. Dezember 2014 offiziell vor.Die Pläne für einen Start von Blackberry in China würden derzeit entwickelt, so Chen. Dabei müssten aber zahlreiche Faktoren bedacht werden, darunter das richtige Timing und die Langzeit-Strategie. Es werde hier zu keinem Schnellschuss kommen, zudem sollen keine Firmen zu diesem Zweck übernommen werden.

Am Ende stellt John Chen seine Maxime noch einmal in den Vordergrund: "Baue Vertrauen auf, sei klar und deutlich in deinen Prioritäten und wissem dass die richtige Entscheidung zur falschen Zeit am Ende doch eine falsche Entscheidung ist."

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