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Jobbörsen erklären VAM für kontraproduktiv

02.09.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die auf dem deutschen Markt dominierenden vier Online-Stellenbörsen Jobpilot, Jobscout24, Monster und Stepstone gehen auf Konfrontationskurs zur Bundesanstalt für Arbeit (BA). Sie fordern in einer gemeinsamen Pressemitteilung ein marktorientiertes "offenes Netzwerk dynamischer, im Wettbewerb stehender Spezialisten", in dem die BA die Rolle eines Koordinators übernehmen soll. Den zentralistischen Ansatz der Bundesanstalt mit ihrem geplanten virtuellen Arbeitsmarkt (VAM) schmähen die kommerziellen Anbieter als "Rückfall in das Zeitalter des Vermittlungsmonopols" - was wenig verwundert, da ihnen das VAM-Konzept die Geschäftsgrundlage zumindest teilweise entziehen würde.

Insbesondere ein Dorn im Auge ist den Jobbörsen das Vorhaben der Nürnberger Behörde, neben Arbeitslosen auch wechselwillige Fach- und Führungskräfte zu vermitteln und damit ganz offen in ihren Gefilden zu wildern. Die BA hatte Verhandlungen mit den vier Anbietern zuletzt ergebnislos abgebrochen. Diese erklärten, sie seien trotzdem weiterhin zu konstruktiven Gesprächen bereit. (tc)