Job Enrichment

15.10.1982

Der Siegeszug des "lnformations-Managers" durch die Vorstandsetagen ist nicht mehr aufzuhalten. Trauerwein sieht Anhaltspunkte dafür, daß das Top-Management den Ratschlägen externer lnformationsberater zu folgen beginnt und Schleudersitze für aufstrebende DV-Spezialisten freischaufelt. Doch was macht den idealen DV-Chef aus? Diese Frage hat S. T. zuletzt des öfteren im Kollegen- und Mitarbeiterkreis diskutiert.

Und das wäre dann auch gleich Anforderungskriterium Nummer eins: Der Kandidat sollte Teamgeist besitzen und kommunizieren können, was immer man darunter verstehen mag. Fachliche Qualifikation? Auch nicht schlecht Kann zumindest nicht schaden.

Enorm wichtig scheint Sebastian ein gesundes Selbstvertrauen zu sein. Irren ist zwar menschlich, doch keiner irrt soviel wie ein DV-Chef.

Lernfähigkeit gehört natürlich auch dazu, will man den Absprung schaffen. Und schließlich sollte der neue Informations-Guru motivieren können, sich selbst - und die Endbenutzer.

Ganz falsch wäre es beispielsweise, mit Begriffen wie "Job Enlargement" und "Job Enrichment" herumzujonglieren und nichts für die Erweiterung und Bereicherung der Büroarbeit zu tun.

Was denn eine sinnvolle Large-Rich-Maßnahme wäre? Nun, man lasse einen Sachbearbeiter 1600 Karteikarten bearbeiten, statt bisher 1000, und bepinsle das Arbeitsplatz-Terminal mit Goldbronze. Oder fällt Ihnen etwas Besseres ein?