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Jetzt offiziell: Webgain stellt seine Tools ein

31.07.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Knapp zwei Monate nach unserem ersten Bericht hat Webgain gestern auch offiziell den Ausstieg aus dem Tool-Geschäft bestätigt. In einer Pressemitteilung heißt es, das Unternehmen habe im Rahmen einer Konsolidierung Arbeitsplätze und Infrastruktur abgebaut (in Deutschland gibt es nur noch einen Mitarbeiter). Ziel der verbleibenden Rumpfmannschaft sei der Verkauf der bestehenden Produktlinien und Vermögenswerte im besten Interesse von Gläubigern und Anlegern. Der Support für die aktuellen Produkte soll vorerst weitergehen.

Die Datenbank-Anbindungstechnik Toplink hatte Webgain schon zuvor an Oracle veräußert. Aktuell im Programm sind noch das "Webgain Studio" mit dem IDE (Integrated Development Environment) "Visual Café", dem "Quality Analyzer" und dem "Structure Builder" sowie das Management-Tool "Business Designer" und die Komponentenverwaltung "Application Composer". Über mögliche Kaufintressenten konnte ein Firmensprecher gegenüber "Computerwire" ebensowenig sagen wie über Pläne, Visual Café möglichweise von der Open-Source-Gemeinde weiterentwickeln zu lassen. (tc)