Flipboard 2.0

Jedem Nutzer sein eigenes Magazin

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
Er sorgt außerdem ziemlich rund um die Uhr bei Twitter dafür, dass niemand Weltbewegendes verpasst, treibt sich auch sonst im Social Web herum (auch wieder bei Facebook) und bloggt auf teezeh.de. Apple-affin, bei Smartphones polymorph-pervers.
Flipboard hat die neue Version 2.0 seiner iOS-App angekündigt. Die Firma will damit ihre Nutzer zu Content-Kuratoren machen.
Flipboard-Chef Mike McCue: "Unser bislang wichtigstes Release"
Flipboard-Chef Mike McCue: "Unser bislang wichtigstes Release"
Foto: Flipboard

Mit der neuen Version von Flipboard kann jeder Nutzer sich seine eigene digitale Zeitschrift zusammenstellen. Das geht zum einen mit einem neuen "+"-Knopf innerhalb der App und zu anderen über ein "Flip-it"-Bookmarklet im Browser. Das können aber natürlich nicht nur Einzelpersonen nutzen, sondern auch Verlage, um ihre Archivinhalte zu präsentieren oder ihren Content neu zu paketieren.

"Mehr als 50 Millionen Nutzer verwenden Flipboard, um sich jeden Tag über die Dinge auf dem Laufenden zu halten, die ihnen wichtig sind. Ab jetzt ist es aber auch der richtige Platz, um Meinungen auszutauschen, Lieblingsgeschichten zu sammeln und den eigenen Standpunkt auszudrücken", kommentiert Flipboard-Chef Mike McCue. "Das ist unser bislang wichtigstes Release und eines, das unseren Lesern eine vollkommen neue Erfahrung eröffnet."

Mit Flipboard 2.0 kann jeder Nutzer eigene digitale Zeitschriften erstellen - und teilen.
Mit Flipboard 2.0 kann jeder Nutzer eigene digitale Zeitschriften erstellen - und teilen.
Foto: Flipboard

Nutzer können ihre in Flipboard 2.0 angelegten Magazine sowohl öffentlich präsentieren als auch privat halten. Einem Magazin hinzugefügte Inhalte behalten den Bezug zu ihrer ursprünglichen Herkunft; wenn der Inhalt aus einem sozialen Netzwerk stammt gilt das auch für die damit verbundenen Interaktionen. Apropos Interaktion: Öffentlich geteilte Flipboard-Magazine lassen sich abonnieren, einzelne Inhalte kann man "liken" und kommentieren. Ein "Share"-Button auf dem Cover - das der Kurator leicht verändern kann -ermöglicht ein einfaches Teilen via Email, Facebook oder Twitter.

Weitere Neuerungen sind die "Content Search", eine auf jeder Flipboard-Seite verfügbare Suche über sämtliche in Flipboard geteilten Inhalte nach Thema, Person oder #hashtag (das Ergebnis präsentiert Flipboard quasi gleich wieder als Magazin), der Marktplatz für Selbstgemachtes Etsy als neuer Content-Partner, ein über das rote Flipboard-Bändchen erreichbarer neuer Content-Guide, durchgängige Leseempfehlungen sowie eine engere Verzahnung mit dem weltgrößten sozialen Netzwerk Facebook.

Flipboard 2.0 ist zunächst nur für iOS-Geräte (iPad, iPhone und iPod touch) erhältlich. Die Android-Version soll demnächst erneuert werden, andere mobile Plattformen werden leider weiterhin nicht erwähnt.