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JDS-Uniphase-Aktie fällt nach Warnung

18.06.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Aktienkurs von JDS Uniphase fiel am vergangenen Freitag um rund zehn Prozent auf 12,44 Dollar, nachdem der Glasfaserspezialist seine Erwartungen für das vierte Fiskalquartal erneut nach unten korrigiert hatte. Für den laufenden Berichtszeitraum, der am 30. Juni endet, geht der Netzwerkausrüster nun von einem Umsatz von 600 Millionen Dollar aus. Das sind 100 Millionen Dollar weniger, als man noch Ende April angekündigt hatte. Anfang Mai war man sogar noch von 925 Millionen Dollar ausgegangen.

Im vierten Quartal rechnet JDS Uniphase, das Hauptniederlassungen im kalifornischen San Jose und kanadischen Nepean, Ontario, besitzt, mit einem Verlust von sechs bis acht Cent je Aktie. In diesem Ergebnis enthalten sind Abschreibungen von 225 bis 250 Millionen Dollar für Lagerüberbestände. Unberücksichtigt bleiben Restrukturierungs- sowie Merger- und Akquisitionskosten. Analysten hatten nach einer Umfrage von First Call/Thomson Financial einen Profit von fünf Cent je Aktie erwartet.

Im ersten Fiskalquartal des kommenden Geschäftsjahres, das am 29. September endet, geht JDS Uniphase von einem Umsatz von 450 Millionen Dollar aus, was ebenfalls unterhalb der Prognosen der Wallstreet-Analysten liegt. Firmenchef Josef Straus erklärte die reduzierten Zahlen mit dem unerwartet starken Konjunkturknick und der anhaltend geringen Nachfrage.