Finanzierung gescheitert

JDA Software und i2 blasen Fusion ab

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I2 Technologies hat seinen geplanten Verkauf an die JDA Software Group für 346 Millionen Dollar gestoppt. Die Kombination der beiden Supply-Chain-Softwarefirmen hätte JDA globale Reichweite verschaffen sollen.

JDA hatte bereits im vergangenen Monat erklärt, es brauche mehr Zeit, um die Finanzierung des im August erstmals angekündigten Deals zu sichern. Die Firma ging zunächst davon aus, insgesamt 450 Millionen Dollar von Credit Suisse Group und der angeschlagenen Bank Wachovia zu erhalten. Ihr Angebot bewertete jede i2-Aktie mit 14,86 Dollar, seinerzeit ein Aufgeld von knapp fünf Prozent (gestern schloss die JDA-Aktie bei 12,70 Dollar; die von i2 notierte zum Fixing bei 7,70 Dollar).

Nun ist die Finanzierung der Übernahme offensichtlich gescheitert, obwohl die Aktionäre von i2 der Fusion im vergangenen Monat bereits zugestimmt hatten. I2 hatte damals allerdings schon gewarnt, es sei "keineswegs sicher, dass die Parteien die in ihrer Merger-Vereinbarung ausgemachte Transaktion auch werden abschließen können". I2 erklärte gestern lediglich, es erwarte Anfang kommender Woche von JDA die Zahlung einer Auflösungsgebühr von 20 Millionen Dollar. Zu den Hintergründen der gescheiterten Übernahme wollte das Unternehmen keine Angaben machen.