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Java SE 6 bekommt eine neue Plug-in-Architektur

19.10.2007
Mit einem für Ende des Jahres geplanten Update für die Java Platform Standard Edition (SE) 6 will Sun eine neue Plug-in-Architektur einführen, die sowohl Unternehmens- wie auch Privatnutzern Vorteile bringen soll.

"Das wird die Art und Weise verändern, in der sowohl Ihre Unternehmensanwendung als auch Ihr Poker-Spiel im Browser ablaufen", sagt Ken Russell aus der Java-Entwicklungsabteilung von Sun. "Das entscheidende Feature ist, dass die Applets in einem anderen Prozess laufen als der Browser." Einführen will Sun die neue Plug-in-Technik mit dem "Update N" für Java SE 6, das im Dezember als Beta erscheinen soll.

Weitere geplante Neuerungen für das kommende Plug-in sind bessere Scripting-Unterstützung, höhere Zuverlässigkeit und die Unterstützung leistungsfähigerer Applikationen. Nutzer sollen außerdem festlegen können, dass ein Applet in einer bestimmten Version des Java Runtime Environment (JRE) ablaufen. Entwickler können somit eine bestimmte JRE ansprechen, ohne das Verhalten irgendeines anderen Applets zu verändern. Gleichzeitig vereinfacht sich dadurch das Testing.

Auch Windows Vista will Sun mit dem neuen Plug-in besser unterstützen, unter anderem durch die Möglichkeit signierter Applets. Das neue Java-SE-Plugin soll mit dem Internet Explorer 6 und 7 sowie mit Firefox 2 und 3 funktionieren; zu den unterstützten Betriebssystemen gehören Windows, Solaris und Linux.

Nimbus: Endlich eine zeitgemäßere Anmutung für Java-Anwendungen.
Nimbus: Endlich eine zeitgemäßere Anmutung für Java-Anwendungen.

Neben dem Plug-in soll Java SE 6 auch in anderen Bereichen optimiert werden und dann auch Rich Internet Applications besser unterstützen. Geplant sind laut Chet Haase, Java SE Client Architect, unter anderem eine einfachere Installation, schnellerer Start (auch mit Caching), schnellere Grafik und ein neues Look and Feel ("Nimbus") für "Swing"-Client-Systeme. (tc)